Filmpremiere: „Für immer 16“ mit Brezel Göring
„Für immer 16“ von Brezel Göring entstand als persönliches Vermächtnis und zugleich als Hommage an seine 2021 verstorbene französische Lebens- und Musikbandpartnerin Francoise Cactus. Mit ihr hatte der gebürtige Hesse 1992 die Berliner Undergroundband Stereo Total gegründet und 13 Alben veröffentlicht. Auf dem poppig-punkigen Non-stop-Soundtrack mit Musik von Stereo Total erklingt unablässig ihr eigentümlicher Gesang. Görings mit dezidiert antikommerziellem und subversivem Anspruch bewusst dilettantisch in Szene gesetztes Langfilmdebüt basiert auf einem unvollendeten Roman von Cactus und besteht aus einer lockeren Folge von Momentaufnahmen. Gedreht wurde im 8mm-Amateurfilmformat, bei fast allen Aufnahmen gab es nur einen Take, inklusive technischer Fehler und Missgeschicke. Wie Francoise Cactus zu Lebzeiten ist auch Lilith Stangenberg (die einzige Schauspielerin im Laiendarstellerensemble) in ihrer Rolle als Charlotte eine starke Raucherin, zudem eine Leseratte. Sie agiert im Bewusstsein ihrer Vorrangstellung souverän, während Helene ein postpubertäres Verhalten aufweist und sich als Punkrebellin geriert.