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Jeewi Lee: Residual Memories Poster
© David von Becker

Jeewi Lee: Residual Memories

Jeewi Lee findet Spuren: in Häusern, verbrannten Wäldern, an Stränden. Derzeit arbeitet die Berliner Künstlerin mit Sandkörnern, die Spuren ihres Ursprungsgesteins und des mineralischen Gehalts ihrer Umgebung (sowie möglicherweise Mikroplastik) enthalten. In einem aufwändigen Verfahren fertigt sie nach der Gestalt eines einzelnen Korns eine melonen- oder findlingsgroße Skulptur. Und lenkt so die Aufmerksamkeit auf ein Naturprodukt, dass wir zu wenig schätzen, weil wir noch immer denken, dass es Sandkörner wie Sand am Meer gebe. Für ihr Werk hat Jeewi Lee den Gasag-Kunstpreis 2026 erhalten.