In My Room
Wie nahezu alle Produktionen aus der Ära Shermin Langhoff kommt nun auch „In My Room“ zur Dernière. In den vergangenen sechs Jahren waren fast sämtliche Vorstellungen ausverkauft; das Publikum dankte dem zweieinhalbstündigen Abend regelmäßig mit Standing Ovations. Ursprünglich wollte Falk Richter gemeinsam mit fünf Schauspielern einen Theaterabend über toxische Männlichkeit entwickeln. Entstanden ist stattdessen ein berührendes, oft überraschend komisches Stück über männliche Rollenbilder und emotionale Verletzlichkeit. Emre Aksızoğlu, Knut Berger, Jonas Dassler, Lindy Larsson und Taner Şahintürk wachsen dabei auf der Bühne zu einem außergewöhnlichen Ensemble zusammen — in seiner Intensität bisweilen erinnernd an große Abende der Castorf-Ära an der Volksbühne. Die fünf entfalten mit ihrem Spiel, den Songs und gerade auch in den stillen Momenten einen enormen Sog. Ein Theaterabend, den man erlebt haben sollte.