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"Ist das ein Mensch?" - Ein Abend gegen das Vergessen

„Ist das ein Mensch?“



Diese Frage stellt Primo Levi im Titel seines autobiografischen Berichts angesichts der Gräuel, die er erlebt und überlebt hat. Er richtet die Frage zugleich an die Täter*innen und an nachfolgende Generationen, die sich mit dem Geschehenen immer wieder konfrontieren müssen. Denn es gibt zwar eine offizielle Erinnerungspolitik, es gibt das mahnende „Nie wieder“, das aber mehr und mehr zu einem Ritual wird, ohne konkretes Wissen, ohne Stimmen, die das, was die Schoa tatsächlich bedeutete, vermitteln könnten.



 



Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus tritt dieser Abend dagegen an: Mit Texten von Überlebenden wie Primo Levi, Jean Améry, Ruth Klüger, Charlotte Delbo, Imre Kertész, Jorge Semprún und vielen anderen, die die Grauen der Lager erlebt und beschrieben haben. Ihre Berichte richten sich an die Nachgeborenen, sie erzählen von Gewalt und Tortur, aber auch von Widerstand, Freundschaft und der Ethik des Erinnerns.



Die Texte werden gelesen von Carolin Emcke, Lena Gorelik und Maryam Zaree. Im Anschluss an die Lesung sprechen die drei Schriftstellerinnen, unter anderem darüber, was diese Texte für die Gegenwart bedeuten, welche Kontinuitäten, welche Brüche sich heute erkennen lassen.

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