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On(going) Trauma. Eine Kunst- und Diskursreihe über künstlerische Erzählweisen kollektiver und individueller Wunden

Welche Art der Auseinandersetzung mit Gewalt können die Künste ermöglichen? Wie sie vermitteln, wie sie sie erfahrbar machen?



Die sechsteilige Reihe kombiniert Beiträge unterschiedlichster Künstler-, Aktivist- und Theoretiker*innen, um einen forschenden Austausch über ästhetische Praktiken zu initiieren. Die Debatte greift dazu aktuelle, gesellschaftspolitische Situationen auf, bietet unterschiedlichen Perspektiven Raum, reflektiert strukturelle Diskriminierung und Marginalisierung und macht sich zur Aufgabe Ambivalenzen aufzutun und auszuhalten.



 



Was kann uns verbinden, wenn wir nicht die gleichen Erfahrungen teilen? Wie ist ein Miteinander trotz unterschiedlicher Betroffenheit möglich?



Alle Teilnehmer*innen sind eingeladen, im gemeinsamen Gespräch künstlerische Praktiken mit ihren inneren Haltungen, Utopien, Ästhetiken zu erkunden und nach Nahbarkeiten zu suchen. In dem Bewusstsein, dass das Sprechen über Gewalt nicht zuletzt durch unterschiedliche Betroffenheiten schwierig ist, versucht die Reihe solidarische Verbindungslinien zwischen den Teilnehmer*innen zu ermöglichen



Je Veranstaltung gewähren vier Künstler*innen Einblicke in ihre Arbeit, in Form von Film- und Fotoscreenings, Lesungen und Performances und beteiligen sich an der gemeinsamen, künstlerisch-diskursiven Forschung, um versteckte Prozesse sichtbar zu machen, die unter der Oberfläche persönlicher, sozialer und politischer Gefüge wirken.



Im Zentrum stehen inhaltlich von Mai bis Dezember die Auseinandersetzungen mit der medialen Darstellung von Kriegsgewalt u.a. am Beispiel der Ukraine und Afghanistan, das Erstarken rechter Positionen in Alltag und Politik, die Frage nach den Möglichkeiten dokumentarischer versus fiktiver Bearbeitung eigener Traumata, die gesellschaftliche Dimension von unsichtbarer Gewalt im privaten Rahmen, emanzipatorische Strategien und körperliche Selbstbestimmung sowie die transgenerationale Weitergabe von Traumata in unterschiedlichen Kontexten.



Welchen Zugänge entwickeln die Künste, wenn das gesprochene Wort scheitert?



„On(going) Trauma“ präsentiert Einblicke in künstlerische Auseinandersetzungen mit traumatischen Ereignissen und Zuständen und ist konzipiert als Format des Austauschs und der Vernetzung. Die Reihe hinterfragt den Trauma-Begriff sowohl als produktiven, wie auch als kritischen Terminus, der sich mit kollektiven und individuellen, psychischen und kulturellen Wunden beschreibt. „On(going) Trauma“ versteht Traumata sowohl in ihrer psychologischen Definition als Folge eines gewaltvollen Ereignisses, als auch als ein Sinnbild für die Abgründe, die sich spürbar auf zahlreichen Ebenen in der Gesellschaft auftun: So zum Beispiel durch die Ausbreitung rechter, autoritärer Regime, die zuletzt zunehmend Zuspruch genießen oder durch die sich immer klarer zeigende Bedeutung struktureller Gewalt durch alltägliche Klassismen, Rassismen, Sexismen.



Für jede Veranstaltung der Reihe „On(going) Trauma“ laden Elisa Müller und Anna-Lena Werner Ko-Kuratori*nnen ein, mit denen sie die Gestaltung der Veranstaltung gemeinsam entwickeln, Themen setzen, Fragestellungen festlegen und Gäst*innen einladen.



 



25.5.2024 Bilder und Gegenbilder: Mediale Repräsentation von Gewalt (auf Englisch*) Künstlerische Strategien als Dissens und Resilienz im Umgang mit medialen Repräsentationen von Kriegsgewalt, mit einem Fokus auf Kriegsberichterstattungen in der Ukraine und Afghanistan.



 



 

A.Okamoto

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