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Kinder der Sonne Poster
© Stefan Klüter

Kinder der Sonne

Maxim Gorki schrieb das Stück 1905 vor dem Hintergrund sozialer Unruhen im zaristischen Russland. Im Zentrum steht eine bürgerlich-intellektuelle Gruppe um den idealistischen Chemiker Protassow. Diese glaubt an Fortschritt, Wissenschaft und Humanismus, lebt jedoch abgeschottet von der sozialen Realität. Während draußen Armut, Wut und Gewalt eskalieren, verlieren sich die privilegierten „Kinder der Sonne“ in Selbstgesprächen, Liebeswirren und Zukunftsutopien – letztlich in der Ignoranz der gesellschaftlichen Relevanz und dem Glauben, moralische Haltung könne die Notwendigkeit des Handelns ersetzen. Jakob Nolte (Foto) hat den Klassiker als Screwball-Komödie überschrieben: Hier ringen die Intellektuellen mit ihrer Welt, die global durch die Klimakrise und lokal durch die Angst vor dem sozialen Abstieg bedroht ist. Laura Linnenbaum, die zuletzt am Haus „Die Verstreuten“ inszenierte, führt Regie. 

20:00 - 22:10 Uhr
Berliner Ensemble Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
https://www.berliner-ensemble.de