Kunst

Im Reich der Mistel-Druiden. Das grafische Werk von Yves Tanguy

Yves Tanguy (1900–1955) gehört zu der ersten Generation von Malern, die sich kurz nach Erscheinen des ersten Manifest des Surrealismus (1924) der Literaten-Gruppe um André Breton anschlossen. Die sonderbare Formensprache des Autodidakten – organische gewölbte, sich hart zusammenziehende oder weich ausdehnende abstrakte Körper inmitten einer schier endlos erscheinenden Welt – nimmt die weichen Gestalten Dalís vorweg, sie erinnern an die abstrakten Reliefs eines Hans Arp oder weisen voraus auf die amorphen Figurationen von WOLS.

Im Zentrum der Ausstellung steht erstmals das bislang nur wenig bekannte druckgraphische Werk des Künstlers. Wenngleich nicht sehr groß überrascht es durch seine Vielfalt. Ausgehend von den Lebensstationen des Künstlers werden zudem das Schaffen Yves Tanguys anhand einzelner Werke nachgezeichnet sowie einzelne Aspekte des Surrealismus beleuchtet, die Tanguys Schaffen mit dem seiner Zeitgenossen verbindet.

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