Kunst

Kreise Ziehen 3 – Großsiedlungen und die Produktion von Bildern ihrer selbst

Kreise Ziehen 3 – Großsiedlungen und die Produktion von Bildern ihrer selbst
Stephen Willats, aus der Reihe „In Isolation leben“, Gropiusstadt 1979/80, vier Tafeln (hier Tafel drei) | © Stephen Willats

Führungen/Gespräche: Do+Sa 15–18.30 Uhr

Seit Anfang 2018 werden in der Ausstellungsreihe »Kreise ziehen« Verbindungen zwischen Hellersdorf und anderen Großsiedlungen hergestellt, in denen Künstler_innen mit Anwohner_innen zusammenarbeiten. Auf einer Brachfläche – dem so gennaten »Place Internationale« in Hellersdorf zeigen Tinatin Gurgenidze/Christian Hanussek und Stephan Willats auf acht Großplakatflächen künstlerische Arbeiten zu den Großsiedlungen Gldani (Tiflis, Georgien) und Gropiusstadt (Berlin). Willats Serie »In Isolation leben« von 1979/80 befasst sich damit, wie Einzelne gegen ihre persönliche Isolation, gegen die physischen Bedingungen ihres Lebensraums kämpften, um sich selbst organisierende soziale und kreative Netzwerke zu schaffen.Gurgenidze/Hanussek beschäftigen sich mit Gldani, einer Großwohnsiedlung im Norden von Tiflis – insbesondere mit der postsozialistischen Überformung der ursprünglichen Siedlungsplanung durch Garagen (als ökonomische und soziale Räume), Stadtgärten an Erdgeschosswohnungen (als Import ländlicher Strukturen) und die Nutzung einer Landkartenfabrik als Flüchtlingsunterkunft. Für die Dauer der Ausstellung päsentiert sich die die station urbaner kulturen auf der nahe gelegenen Brachfläche mit Screenings, Gesprächsrunden und einer temporären Architektur.

nGbK-Projektgruppe ›station urbaner kulturen‹: Feben Amara, Jochen Becker, Fabian Bovens, Eva Hertzsch, Margarete Kiss, Constanze Musterer, Adam PageMit Unterstützung von: Christian Hanussek

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