Kunst

Orte der Moderne. Neues Bauen in Charlottenburg-Wilmersdorf

Orte der Moderne. Neues Bauen in Charlottenburg-Wilmersdorf
Schaubühne, errichtet 1927–31 als Teil des WOGA-Komplexes, Fotografie 2019 | © Mila Hacke

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses folgt die Ausstellung dessen Spuren und Impulsen zu herausragenden architektonischen Schauplätzen im Bezirk. Mit ihrer sachlich-funktionalen Ästhetik und den modernen Nutzungskonzepten sind sie Beispiele des Neuen Bauens. Orte wie die Großsiedlung Siemensstadt, das Bauensemble des WOGA-Komplexes am Kurfürstendamm oder auch die Kantgaragen werden in den Blick genommen. Ihre Architekten, darunter Walter Gropius, Erich Mendelsohn, oder auch Hans Scharoun, haben mit den Bauten das Stadtbild von Wilmersdorf und Charlottenburg mitgeprägt.

Anhand der teils weltbekannten Architekturen werden in der Ausstellung programmatische, gestalterische und biografische Bezüge zum Bauhaus verdeutlicht. Die Bauten entstanden alle in den Jahren zwischen 1919 und 1933 und spiegeln bestimmende Großstadtphänomene der Weimarer Republik wider. Damit lassen sich die Architekturen als Antworten auf drängende Fragen ihrer Zeit lesen, die sich angesichts neuer Lebensformen, der erhöhten Automobilität oder der wachsenden Niederlassungen der Industrie am Stadtrand stellten.Sowohl die Fragen der Stadtgesellschaft als auch die architektonischen Antworten spielen in der Gegenwart weiterhin eine Rolle. Die Ausstellung thematisiert aktuelle Nutzungsformen der Bauten und lädt dazu ein, diese vor Ort in ihren aktuellen Zusammenhängen neu zu entdecken.

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