Volker Kreidler: Half Life Chernobyl
Am 26. April 1986 eskalierte im Reaktorblock 4 des AKW Tschornobyl der bis dahin schwerste Unfall der zivilen Atomkraft. Knapp zehn Jahre später beauftragte das Deutsche Hygienemuseum Dresden den Fotografen Volker Kreidler, die Spuren der Katastrophe für Menschen, Orte und Natur sichtbar zu machen. Aus diesem Auftrag entwickelte sich über Jahre eine vielschichtige Bildarbeit, die von Begegnungen mit Menschen über Naturstudien in der Sperrzone bis zu erneuten Reisen nach Kiew im vergangenen Jahr reicht und heute den Blick auf die Ukraine im Krieg schärft. Im eindrücklichen Fotografie-Band „Half Life Chernobyl“ sind Aufnahmen von den 1990er Jahren bis heute versammelt, ergänzt durch Zeitzeugen-Protokollen und Essays.