Ein abwechslungsreicher Lieder-Abend mit Ludovic Tézier
Der französische Bariton ist vor allem als einer der führenden Verdi-Interpreten seiner Generation bekannt. Der Staatsoper ist er bereits seit Längerem als Gast verbunden. In dieser Spielzeit eröffnet er die Liederabend-Reihe. Das Programm ist ungewöhnlich abwechslungsreich: Tézier beginnt mit Robert Schumanns „Dichterliebe“ op. 48, dem 16-teiligen Heine-Zyklus über Liebe, Verlust und Desillusionierung. Es folgen Jacques Iberts „Quatre chansons de Don Quichotte“, vier französische Lieder, die 1932 für einen Don-Quichotte-Film entstanden. Nach zwei „Liedern ohne Worte“ von Mendelssohn für Klavier endet der Abend mit Richard Wagners „Wesendonck-Liedern“, fünf Vertonungen von Gedichten Mathilde Wesendoncks, von denen zwei als unmittelbare Vorstudien zu „Tristan und Isolde“ gelten. Am Klavier begleitet ihn Julius Drake.