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Mononoke

Zum ersten Mal arbeitet die japanische Autorin und Regisseurin Satoko Ichihara an einem deutschen Theater. In der Uraufführung greift sie Motive eines alten Mythos auf: Als Mononoke bezeichnet man in Japan übernatürliche Wesen, denen unerklärliche Ereignisse, Krankheiten und anderes Unheil zugeschrieben wurden. Von einem solchen Wesen wird die Eisenwarenhändlerin Takako heimgesucht – und versucht, sich von dessen Fluch zu befreien. Dabei nimmt Ichihara patriarchale Strukturen und deren Auswirkungen auf weibliche Körper ins Visier. Gemeinsam mit der südkoreanischen Künstlerin Mire Lee und Puppendesignerin Belle Santos verfremdet sie Elemente des traditionellen Bunraku-Puppenspiels: Menschliche Körper verschmelzen mit Puppen, Fleisch scheint aus Eisen zu wachsen.