Eröffnung Classic Open Air
Wie im vergangenen Jahr eröffnet das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Joana Mallwitz das Festival. Im ersten Teil des Abends erklingen zwei Werke George Gershwins, die exemplarisch für seinen Versuch stehen, die Grenzen zwischen klassischer Musik und Jazz zu überwinden. Während die „Rhapsody in Blue“ (1924) den Klang des modernen Amerika einfängt und Jazzrhythmen mit der Form eines Klavierkonzerts verbindet, entstand „Ein Amerikaner in Paris“ (1928) aus Gershwins Eindrücken einer Europareise. Die sinfonische Fantasie schildert das Staunen eines amerikanischen Besuchers in der französischen Metropole und verbindet urbane Geräuschkulissen mit jazzinspirierten Klängen. Ebenfalls in Paris vollendete Kurt Weill 1933 seine in Berlin begonnene 2. Sinfonie. Das Werk wurde dort allerdings erst 1975 uraufgeführt. An den folgenden Tagen sind – jeweils begleitet von klassischen Ensembles – der Violinist David Garrett, die niederländische Indie-Pop-Band HAEVN sowie der Pianist Joja Wendt zu erleben. Den Abschluss gestalten die Lokalmatadore Alphaville.