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Poesiefestival Berlin 2026: Come See Me in the Good Light

Andrea Gibson (1975 in Maine geboren, 2025 in Longmont, Colorado gestorben) war zuletzt Poet Laureate des US-Bundesstaates Colorado und prägte über zwei Jahrzehnte hinweg eine Poesie, die politische Dringlichkeit mit radikaler Verletzlichkeit verbindet. Bekannt wurde Gibson zunächst durch die Slam- und Spoken-Word-Szene, entwickelte jedoch schnell eine internationale Leserschaft. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen die bei Write Bloody Publishing erschienenen Gedichtbände The Madness Vase (2011) und Pansy (2015) sowie Lord of the Butterflies (Button Poetry 2018) und der zuletzt erschienene Band You Better Be Lightning (Button Poetry 2021), für den Gibson mit dem Independent Publisher Book Award ausgezeichnet wurde.

Gibsons Texte behandeln Themen wie Queerness, Geschlecht, Gewalt, psychische Gesundheit und Fürsorge und zeichnen sich durch eine unmittelbare, performative Sprache aus, die bewusst die Grenze zwischen Bühne und Publikum aufhebt.

Der Dokumentarfilm Come See Me in the Good Light (Regie: Ryan White, USA 2025) begleitet Gibson und Partnerin Megan Falley nach einer Krebsdiagnose. Er verbindet Lesungen, Alltagsbeobachtungen und Gespräche und verdeutlicht so den Zusammenhang zwischen Schreiben und gelebter Erfahrung. Der Film zeigt Gibson sowohl bei Auftritten als auch im privaten Umfeld und macht sichtbar, wie eng poetische Praxis und das Leben bei Gibson miteinander verwoben sind.

 

Original mit deutschen Untertiteln