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Schnee von gestern, Schnee von morgen Poster
© Moritz Haase, Grafik: Birgit Karn | general_use

Schnee von gestern, Schnee von morgen

Mit seiner ikonischen „Publikumsbeschimpfung“ (1966) schuf Peter Handtke ein „Sprechstück“, das sich konsequent den damaligen Theaterkonventionen und insbesondere dem Nachwirken des epischen Theaters entzog. Es beginnt mit den programmatischen Worten: „Sie werden kein Schauspiel sehen. / Ihre Schaulust wird nicht befriedigt werden.“ Noch radikaler zeigt sich „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ (2025): Der Text richtet sich nicht einmal mehr an ein beim Schreiben imaginiertes Publikum. Jossi Wieler brachte das Werk Ende Juli bei den Salzburger Festspielen zur Uraufführung. Nun ist die Koproduktion mit dem Berliner Ensemble erstmals in Berlin zu sehen. Marina Galic und Jens Harzer erkunden auf der Bühne ein poetisches Gedankenpanorama, das aus der „Weltbeobachtung“ erwächst.

19:30 Uhr
Berliner Ensemble Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
https://www.berliner-ensemble.de