Sinem: Rotziger Post-Punk mit türkischen Ansagen
Mit ihrem zweiten Album „Hatun“ setzt Sinem ihrer Großmutter ein Denkmal und fegt gleichzeitig verstaubte Rollenerwartungen vom Tisch. Wenn Tracks wie „Bana ne“ („Ist mir egal!“) oder das knapp zweiminütige „Asla!“ durch die Boxen knallen, verschmelzen die rotzigen türkischen Vocals der in München lebenden Musikerin mit stoisch rockenden Post-Punk-Grooves zu einer mal poetischen, mal lauten Rock-Attitüde ohne jede Gefälligkeit.