Via Ensemble
Magdalena Heinz (Violine), Susanne Szambelan (Violoncello) und Juae Ha präsentieren im Rahmen der „Sonntagskonzerte“ Werke in Duo- und Trio-Besetzungen. Den Auftakt bildet ein Werk der US-amerikanischen Komponistin Amy Beach (1867–1944), deren Schaffen lange zu Unrecht unterschätzt wurde. Die einsätzige „Romance op. 23“ für Violine und Klavier entstand 1893 und zählt heute zu ihren beliebtesten Kammermusikwerken. Ebenfalls der Spätromantik zuzuordnen ist Reinhold Glière, zu dessen Schülern unter anderem Sergej Prokofjew gehörte. Seine 1909 entstandenen „8 Stücke für Violine und Violoncello op. 39“ entfalten eine erstaunlich farbige, beinahe orchestrale Klangwelt, in der sich russisch-romantische Melodik und folkloristische Anklänge verbinden. Zum Abschluss wenden sich die Musikerinnen einem Werk zu, das fast hundert Jahre früher entstand: Franz Schuberts Klaviertrio Es-Dur op. 100 wurde 1827, im letzten Lebensjahr des Komponisten, geschrieben. In seinem melancholischen Grundton manifestiert sich bereits das Bewusstsein von Vergänglichkeit.