Spirit Plastic
Paris 1927: Die dadaistische Dichterin, Aktmodell und Proto-Punk Elsa von Freytag-Loringhoven plant ihr Comeback. Ein Studio für experimentelles Modeling soll sie aus ihrer existenziellen Misere befreien. Mäzenin Peggy Guggenheim zeigt Interesse, doch das erhoffte Geld bleibt aus. Kurz darauf nimmt sich die Künstlerin das Leben. Fast 100 Jahre später greift das Kollektiv Bruch – diese wenig bekannte Episode der Performancegeschichte auf. „Spirit Plastic“ imaginiert Elsas Pariser Studio neu und schlägt den Bogen in die Gegenwart: Ausgehend von autofiktionalen Texten ihres Spätwerks fragt die Performance mit Tanz und bildender Kunst nach den Bedingungen künstlerischer Arbeit in ökonomisch und politisch prekären Zeiten.