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Tiresias Never Made It To New York Poster
© multicultural city e.V.

Tiresias Never Made It To New York

Der Abend stellt eine Adaption des epochalen Langgedichts The Waste Land (1922) dar. Der in London lebende US-Amerikaner T. S. Eliot verfasste das 433 Verse umfassende Poem, das Motive unter anderem von Dante, Ovid, Shakespeare und Baudelaire mit Alltagsbeobachtungen sowie Dialogfragmenten aus den Pubs der britischen Metropole montiert. Thematisiert werden Erfahrungen von Dürre und Hitze, die durch die Spanische Grippe ausgelöste Pandemie, das Leid der Kriegsheimkehrer und die Zerstörung der Natur durch den Menschen. Mittels Streamingtechnik sind die Handlungen der Bühnen in Avignon, Mailand und Berlin simultan zu erleben. In Berlin verdient der Protagonist Teiresias – ursprünglich eine Figur der griechischen Mythologie – seinen Lebensunterhalt in einem Sicherheitsunternehmen. Als er beschließt, eine Reise nach New York zu unternehmen, stößt er schnell an Grenzen, die nicht zuletzt mit seinen begrenzten Sprachkenntnissen zusammenhängen. Für die länderübergreifende Regie zeichnen Monika Dobrowlanska (Berlin), Helen Landau (Avignon) und Annig Raimondi (Mailand) verantwortlich.