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West-Eastern Divan Orchestra Poster
© Foto: Kai Heimberg

West-Eastern Divan Orchestra

Mit dem Cellisten Yo-Yo Ma steht dem West-Eastern Divan Orchestra ein langjähriger Weggefährte und Ehrenmitglied zur Seite, der wie Dirigent Daniel Barenboim davon überzeugt ist, dass Musik Brücken zwischen Kulturen schlagen kann. Bereits 1999 nahm er an der Gründungswerkstatt des Orchesters in Weimar teil, bei der Daniel Barenboim und Edward Said junge Musiker:innen aus Israel, Palästina und arabischen Ländern erstmals zusammenführten. Mit seinem 1998 gegründeten Silkroad Ensemble verfolgt Yo-Yo Ma einen ähnlichen Ansatz: Musik als Mittel des interkulturellen Austauschs, der Verständigung und des Abbaus von Vorurteilen. Dass sich Perspektiven verändern lassen, zeigt auch Antonín Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104. Der Komponist schrieb das Werk zwischen November 1894 und Februar 1895 während seiner letzten Monate als Direktor des National Conservatory of Music in New York – obwohl er das Violoncello lange für kein geeignetes Soloinstrument gehalten hatte. Während der Arbeit erreichte ihn die Nachricht von der schweren Erkrankung seiner Jugendliebe und späteren Schwägerin Josefina Čermáková. Nach ihrem Tod überarbeitete Dvořák den Schluss des Konzerts und zitierte ihr Lieblingslied „Kéž duch můj sám“ („Lasst mich allein“). So erhält das Finale seine ungewöhnlich melancholische Färbung. Einen bewussten Kontrast setzt der zweite, beschwingte Teil des Abends: Robert Schumanns Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97, die „Rheinische“. Sie entstand 1850 kurz nach Schumanns Amtsantritt als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf und zählt heute zu seinen beliebtesten Orchesterwerken. 

19:00 Uhr
Waldbühne Glockenturmstr. 1, 14053 Berlin
https://www.waldbuehne-berlin.de