Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste
An der Hochschule für Ökonomie wurde im Rahmen der Internationalen Studenten-Theaterwoche Heiner Müllers Schauspiel „Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande“ uraufgeführt und unmittelbar danach als „konterrevolutionär“ bezeichnet und verboten. 1972 erhielt die Hochschule den Namen Bruno Leuschner – benannt nach dem langjährigen Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission der DDR, der sich in seinen letzten Lebensjahren für eine flexiblere und effizientere Form sozialistischer Wirtschaftslenkung einsetzte. Hier setzt die Adaption des gleichnamigen Romans von Jakob Hein ein: Grischa Tannberg hat sein Studium an der Hochschule für Ökonomie erfolgreich abgeschlossen und beginnt, für die Staatliche Plankommission zu arbeiten. Dort soll er eigentlich eine ruhige Kugel schieben. Stattdessen entwickelt er Pläne für internationale Zusammenarbeit. Wilke Weermann inszeniert die Groteske u. a. mit Frieder Langenberger und Katrija Lehmann.