Yoridokoro: Tanzsolo mit autobiografischen Elementen
Die Tänzerin und Multimedia-Performance-Künstlerin Megumi Eda richtete zuletzt in dem humorvoll-autobiografischen Solo „fish άɪ lens“ den Blick auf jene sechs Städte, die ihr Leben geprägt haben: Nagano, Hamburg, Amsterdam, London, New York und seit 2019 Berlin. Ihre neue Arbeit führt diese Auseinandersetzung mit Räumen nun fort und verschiebt sie zugleich ins Intimere. Im Zentrum steht die Frage nach einem Ort persönlicher Geborgenheit – nach einem Raum, in dem sich das eigene Ich sammeln kann. Ausgehend von dem japanischen Konzept kokoro no yoridokoro, das sich als innerer Zufluchtsort oder Ort des Innehaltens beschreiben lässt, erkundet die Performance die feinen Verbindungen zwischen Raum und Emotion. Die Bühne wird dabei mehr und mehr zu einem Resonanzraum des Selbst: zu einem Ort, an dem die Künstlerin ganz bei sich ankommt.