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Fahrradfahren macht Kinder schlau

Kinder, die sich beispielsweise mit dem Rad viel bewegen, sind schlauer und besser in der Schule als Kinder, die wenig aktiv sind. Das haben Hirnforscher herausgefunden.

Fahrradfahren macht Kinder schlau

Welche Eltern kennen das nicht: das Drängen ihrer Jüngsten, endlich ein eigenes Fahrrad zu bekommen. Dabei gibt es starke Pro-Argumente: Kinder, die sich beispielsweise mit dem Rad viel bewegen, sind schlauer und besser in der Schule als Kinder, die wenig aktiv sind. Das haben Hirnforscher herausgefunden. Außerdem: Radfahren ist ein Allrounder für die Gesundheit. Und: Radeln kann man fast das ganze Jahr über.
 
In der Regel lernen Kinder Radfahren leichter, wenn sie vorab längere Zeit mit einem Laufrad oder Roller gefahren sind. Damit lassen sich bereits etwa ab dem dritten Lebensjahr Koordination, Geschicklichkeit und gute Balance fördern. Ein Rad mit Stützrädern ist wenig sinnvoll, denn Kinder sollten früh lernen, das Gleichgewicht allein zu halten.
"Fahrradfahren ist ideal für Kinder, um motorische Fähigkeiten zu erlernen", sagt Michael Gärtner vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Berlin-Charlottenburg. "Lenken, treten und bremsen, vorausschauen, die Balance halten, Handzeichen geben ? da ist einiges zu koordinieren." Obendrein werden Ausdauer trainiert, Herz und Kreislauf gestärkt, die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert und auch Stress abgebaut. Radfahren ist ein echtes Allroundtalent für die Gesundheit und macht obendrein gute Laune!
 
Damit die gesundheitlichen Vorzüge des Radfahrens auch greifen, ist es wichtig, dass das Fahrrad zu einem Kind passt. Von den Ausmaßen sollte es der Körpergröße des Kindes entsprechen. Gelangt das Kind mit beiden Füßen gleichzeitig sicher auf den Boden, wenn es auf dem Sattel sitzt? Sind die Bremshebel gut erreichbar und auch leichtgängig? Ist ein Kettenschutz ratsam, damit Kinder nicht mit der Hose in der Kette hängen bleiben? Bei Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen hilft der Fachhandel.
 
Er berät auch beim Kauf eines Fahrradhelms, der unbedingt zur Ausrüstung gehören sollte. Denn ein guter Helm schützt vor den Folgen von Kopfverletzungen durch Stürze mit dem Rad, vermeidet oder mindert diese. Qualitätshelme entsprechen der Sicherheitsnorm EN 1078 und sind am GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit zu erkennen. "Auch Eltern sollten einen Helm tragen", rät Gärtner, denn: "Sie sind die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder. Daher sollten sie sich im Straßenverkehr stets so verhalten, wie sie es von ihrem Nachwuchs erwarten."
 
Kinder sollten sich mindestens eine Stunde am Tag bewegen. Hierfür ist das Fahrrad gerade auch im Frühjahr ein idealer Begleiter, ob auf dem Weg zu Freunden, zum Sport, zur Schule oder für die Radtour mit der Familie am Wochenende. Doch bis kleine Kinder allein sicher als Radfahrer am Straßenverkehr teilnehmen können, bedarf es Muße, Geduld und viel, viel Übung. "Eltern, ältere Geschwister oder auch Oma und Opa sollten sich daher am Anfang viel Zeit nehmen, um Kindern sicheres Radfahren beizubringen", empfiehlt Michael Gärtner. Ideal hierfür sind ruhige Plätze oder Wohnstraßen fernab vom Straßenverkehr. Denn erst einmal sind die Kleinen mit dem komplexen Bewegungsablauf beschäftigt, bevor sie auch andere Verkehrsteilnehmer wahrnehmen und Rücksicht auf sie nehmen können.
 
Wichtig zu wissen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) § 2 Absatz 5: Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen."

Quelle: KKH Kaufmännische Krankenkasse

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