Kultur & Freizeit in Berlin

Fahrradtouren von tip-Mitarbeitern in Berlin

Fahrradtouren draußen in Brandenburg sind eine feine Sache. Noch besser aber ist es, wenn man auch schöne Strecken für Fahrten mitten durch Berlin kennt. tip-Mitarbeiter verraten ihre Schleichwege

Fahrradtour_EvaApraku Vom Heidelberger Platz zur Karl-Liebknecht-Straße

Das Schöne am Älterwerden ist, dass man öfters feixen kann: Der neueste Trend? So’n Quatsch! Radfahren etwa erlebte bereits in den 1970ern einen ersten Boom. Nach der Blüte der Klapp- und Bonanza-Räder waren Holland- und Rennräder schwer in Mode. Ein Trend, dem ich mich als Teenie nicht verschließen wollte. Seitdem radele ich regelmäßig. Auch zum tip natürlich. Nur ab 2005 wurde eine Zwangspause eingelegt. Der tip war von der Potsdamer Straße zum Alexanderplatz gezogen. Vom Heidelberger Platz in Wilmersdorf zum Alex per Bike? Berliner Straße, Martin-Luther-Straße, Unter den Linden? Nein danke, zu nervig. Erst mit der Entdeckung von Slaven Rezics Website www.bbbike.de fasste ich neuen Mut: Gibt man dort Start und Ziel ein, kann man etwa ­„Nebenstraßen bevorzugen“ oder „kein Kopfsteinpflaster“ auswählen.

Slaven Rezic, er ist ein Berliner IT-Spezialist und Fahrrad-Fan, hat mir eine schöne Strecke ausgesucht – inspiriert davon fahre ich aber inzwischen eine andere: Ausgerüstet mit Helm und meiner Ü-50-Weste, einem Equipment mit Reflektoren, radel ich ab Heidelberger Platz die Mecklenburgische Straße entlang zum Volkspark Wilmersdorf. Dort biege ich rechts in die Straße am Schoelerpark ein, fahre am Park entlang über die Fußgängerbrücke der Bundesallee, weiter am Volkspark Schöneberg entlang bis zur Martin-Luther-Straße. Anfangs habe ich die parallel verlaufende, ruhige Eisenacher Straße genommen, bin mittlerweile aber auf die Busspur der Hauptverkehrsader zurückgekehrt. An der Urania und der Klingelhöferstraße vorbei gehts von der Siegessäule aus durch den Tiergarten zum Bettina-von-Arnim-Ufer am Haus der Kulturen der Welt vorbei und an der Spree entlang.

Das könnte bis zur Ebertbrücke immer so weitergehen. Weil das Reichstagsufer jedoch gepflastert ist, biege ich bereits an der Kronprinzessinnenbrücke links ab, fahre die Reinhardtstraße bis links in die Friedrich- und dann rechts in die Johannisstraße. An deren Ende geht es links in die Tucholsky-, später rechts in die Linienstraße. Von deren Ende rechts in die Rosa-Luxemburg-Straße. Schon steht das Ziel, das Berliner-Zeitung-Verlagshochhaus, vor mir. 

Text/Fotos: Eva Apraku

 

Von Spandau in die Innenstadt

Der Weg vom Spandauer Bahnhof in die City ist sehr idyllisch. Er führt über die Insel Pichelswerder, vorbei an Wasserbüffeln und friedlichen Hunden. Vom Bahnhof Spandau zunächst erst rechts auf dem Radweg der Klosterstraße ein paar Meter fahren, an der Kreuzung Brunsbütteler Damm/Klosterstraße dann links abbiegen und auf der Ruhlebener Straße über die Charlottenbrücke die Havel überqueren. Die Strecke führt dann von der Ruhlebener ­Straße rechts in den Tiefwerder Weg, der nach ein paar  Metern asphaltiert ist, und geht über in die Dorfstraße. Über eine kleine Brücke kommt man auf die Insel Pichels­werder. Ab hier wird es landschaftlich sehr schön. Am Ende des Wegs geht es links in den Feldweg, von dort entlang den Tiefwerder Wiesen, auf denen eingezäunt eine kleine Herde Wasserbüffel weidet.

Der Weg führt weiter um das Feuchtwiesengebiet herum, danach kann man rechts entlang bis zu einem Knick nach links fahren. Von dort führt der Weg auf einen Holzsteg, der besser im Schritttempo bewältigt werden sollte. Über die Wiesen weiter bis zu einer Treppe, an der man sein Fahrrad links auf einer Rampe hochschieben kann. Oben im Wald angelangt geht es rechts einen Waldweg weiter, dann leicht links fahren und einen kurzen Berg hoch bis zum Brandensteinweg, nach ein paar Metern kommt die Heerstraße. Der Wald ist zwar ein Hundeauslaufgebiet, aber keine Angst, die Hunde sind hier sehr friedlich. Bei oder nach starkem Regen sollte man die Tiefwerder Wiesen aber ganz umgehen und von der Ruhlebener Straße direkt rechts in die Teltower Straße fahren, die Havelchaussee entlang nach Süden und über die Angerallee hoch auf die Heerstraße.
Auf der Heerstraße geht es  links auf einem schmalen Radweg bis über die Stößenseebrücke, danach führt eine ruhige asphaltierte Nebenstraße neben der Heerstraße den ganzen Weg bis zum Theodor-Heuss-Platz. Vom Theodor-Heuss-Platz geht es am einfachsten und schnellsten auf Radwegen den Kaiserdamm und die Bismarckstraße runter bis zum Ernst-Reuter-Platz – und von dort rechts zum Zoo oder weiter geradeaus bis zum Brandenburger Tor. 

Text/Fotos: Bernd Sauer-Diete

 

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