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Backjumps: Streetart Ausstellungsreihe für Kids

Backjumps_c_Martha_Cooper_StreetplayKinder, die in ihrer Freizeit stundenlang über Abrissgrundstücke streunen oder ihre Kletter­künste, wie von der Fotografin Martha Cooper dokumentiert, an einem vergessenen Zaun er­proben: Ende der 70er-Jahre galt New York zwar als mehr oder minder bankrott und Stadtteile wie die Bronx als hoffnungslose Ghettos für gesellschaftliche Minderheiten. Für die dort nachwachsende Generation aber taten sich auch ungeahnte Freiräume auf, die sie mit neuen Ausdrucksformen, dem Breakdance und Scratchen sowie dem Aufsprühen von Graffitis füllten. Die Hip-Hop-Kultur, so der übergreifende Name dieser künstlerischen Stile, traf den Nerv der globalen Metropolen-Jugend. Bereits wenige Jahre nach ihrem erstmaligen Auftreten traf man Breakdancer oder Graffiti-Writer gleichermaßen in Tokio,  Paris oder Lagos an.

Dass diese „nichtautorisierten Bewegungen und Eingriffe im öffentlichen Raum“, wie Adrian Nabi, Kurator der sogenannten Backjumps-Ausstellungsreihe, Graffiti und andere Formen von Streetart nennt, bis heute eine geradezu magnetische Wirkung auf junge Menschen entfalten, hat der 40-Jährige bei der dritten Folge seiner Schau im letzten Jahr einmal mehr festgestellt. „Im Künstlerhaus Bethanien, in dessen Kunstraum Backjumps gezeigt wird, ist auch eine Musikschule untergebracht“, erzählt er. „Auf dem Weg dorthin bogen viele Kinder in die Ausstellung ein und bestaunten die dort gezeigten Werke.“ Adrian Nabi glaubt, es läge vor allem an der Farbigkeit der Ausstellungsstücke und der den Streetart-Künstlern eigene Hang zur ­Anarchie und zum Schabernack, weshalb dieser Stil gerade auch bei Kindern so viel Anklang findet. Fasziniert von diesem ungezwungenen Interesse, beschloss der Kurator, die vierte Ausgabe von Backjumps diesmal Kindern „und Noch-Kindern“ zu widmen.

Frei nach der dem Hip-Hop und der Street­art entspringenden „DIY Culture“ (do-it-yourself-Kultur) wird in der „Backjumps Junior Issue“ nicht nur erlebbare oder begehbare Kunst von bekannten Größen wie JONONE, ASH oder PIPS:Lab geboten. Vorgesehen sind auch Workshops, die die Kinder und Jugendlichen aus den Ausstellungsräumen hinaus zur künstlerischen Aneignung ihres Umfeldes animieren. Darüber hinaus sind aber auch Fotos von Martha Cooper aus den Jahren 1977 bis 1980 zu sehen. Die Fotografin und Ethnologin, die bei der New York Post arbeitete, beeindruckt nicht nur mit ihren Bildern von abenteuerlustigen New Yorker Ghetto-Kindern. Sie gehört auch zu den Entdeckern des Hip-Hop-Phänomens. 

Text: Eva Apraku
Foto: Martha Cooper

VOL. 4.2: Backjumps Junior Issue
Eine Ausstellung für Kinder und Noch-Kinder, Projektraum 1, Kunstraum Kreuzberg/
Bethanien, Mariannenplatz 2, Kreuzberg,
Öffnungszeiten tgl.: 12–19 Uhr (bis 26.9.),
www.kunstraumkreuzberg.de,
www.backjumps.info

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