Familie

Berliner Märchentage 2011

maerchentage… die unter dem Motto „Das Land der unbegrenzten Märchen“ diesmal den USA gewidmet sind. Unter den zahl­reichen Geschichten, die zwischen dem 10. und 27. November zum Besten gegeben werden, sind nicht nur Erzählungen und Fabeln für die Kleinsten. Auch herangewachsene Zuhörer kommen auf ihre Kosten. Der tip empfiehlt, welche Veranstaltungen Sie nicht verpassen sollten.

Märchenmarkt im Nikolaiviertel
Zwei Tage lang verwandelt sich das Nikolaiviertel in ein Indianerlager. Dort kann man unter anderem in einem Tipi zusammenrücken und sich alte Märchen und Mythen bedeutender Stämme wie etwa der Dakota und Irokesen erzählen lassen, darunter die Geschichten vom Bärenkind oder von der Schildkröte, die fliegen lernt. Außerdem finden Zaubershows, ein großes Indianer-Powwow sowie indianische Bastel-, Spiel- und Tanzstunden statt. An zahlreichen Ständen wird zudem Kunsthandwerk feilgeboten.
Nikolaiplatz, Mitte, Sa 19.11., 12–22 Uhr, So 20.11., 12–18 Uhr, Eintritt ins Tipi: 3/1 Ђ

OZ – The Wonderful Wizard
Die kleine Dorothy wird von einem Sturm in das wunderbare Land von Oz gewirbelt. Sie trifft dort auf einen ängstlichen Löwen, eine pfiffige Vogelscheuche und einen liebenswerten Blechmann, deren Freundschaften sie gewinnt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem Zauberer von Oz, von dem sie erhoffen, dass er ihre Wünsche erfüllt. Dabei, das lernen sie unterwegs, können sie sich auch selbst ganz gut helfen. Vor­geführt wird das Stück von dem Staatsballett Berlin unter Leitung von Giorgio Madia.
Komische Oper Berlin, ab 6 Jahre, Behrensstraße 55-57, Mitte, So 13.11., 15 + 19 Uhr, Karten: 9–42 Ђ, Tel. 47?99?74?00,
www.komische-oper-berlin.de

Lange Nacht der Märchenerzähler
Bis Mitternacht kann man im Theater Tiyatrom Geschichten von Helden, Ungeheuern, Liebe oder Leid lauschen, die alle ihren Ursprung in den USA haben. Durch den Abend führt Marlies Ludwig, in den Pausen kann man antiquarische Märchenbücher kaufen.
Tiyatrom, ab 8 Jahre, Alte Jakobstraße 12, Kreuzberg, Karten: 10/8 Ђ, Tel. 615 20 20

Thanksgiving
Wer von uns Greenhorns weiß schon, dass das uramerikanische Fest Thanksgiving nicht eine Eins-zu-eins-Übersetzung des bekannten Erntedankfestes ist, sondern auf einen alten Freundschaftsdienst zurückzuführen ist: Als die Pilgerväter 1621 in der Neuen Welt angelangten, war das Jahr schon weit fortgeschritten, und sie hatten keine Vorräte für den Winter sammeln können. So halfen Einheimische vom Stamm der Wampanoag mit Nahrung aus und verhinderten, dass die Neuankömmlinge verhungern mussten. An dieses Ereignis knüpft auch das englischsprachige  Thanksgiving-Fest in der Berlin British School an, wo man Naschwerke dekorieren oder ein Truthahnfestessen erleben kann.
Berlin British School, 6–11 Jahre, Dickensweg 17-19, Charlottenburg, Sa 19.11., Eintritt: 15 Ђ (Voranmeldung erforderlich), Tel. 35 10 91 90, www.berlinbritishschool.de

Das alte braune Pferd
Eine arme Witwe und ihr Enkel, die bei den Indianern leben, finden eines Tages ein elend aussehendes altes, braunes Pferd. Obwohl sie von den anderen Indianern ausgelacht werden, nehmen sie es mit und erleben die unglaublichsten Abenteuer mit ihm. Heike Grützmacher erzählt dieses und andere Märchen der nordamerikanischen Indianer.
Villa der Howoge Wohnungsbaugesellschaft, 5–9 Jahre, Alt-Buch 32-34 an der Wiltbergstraße, Pankow, Mo 14.11., 16 Uhr,
Eintritt frei, Voranmeldung erforderlich, Tel. 28 09 36 03

Märchen von Freiheit und Sklaverei
Die Geschichtenerzählerin Birgit Hägele führt ihre Zuhörer hinauf zum Glockenturm im Rathaus Schöneberg, zur Freiheitsglocke, die einst von den USA gestiftet wurde. Dort erzählt sie Märchen der Afroamerikaner: vom Protest gegen die Sklaverei, von schwarzen Märchenhelden und von der Sehnsucht nach Freiheit für alle.
Rathaus Schöneberg, ab 14 Jahre, John-F.-Kennedy-Platz, Schöneberg, Sa 19.11., 19 Uhr, Eintritt frei, Voranmeldung
erwünscht, Tel. 24 35 51 27

Wie der Mais in die Welt kam
Für die Indianer der mittleren und östlichen Teile des nordamerikanischen Kontinents ist Mais so eine wichtige Lebensgrundlage, dass sie ihm viele Geschichten, Lieder und Feste gewidmet haben. Die Schauspielerin Erika Eller erzählt ein Märchen der Chippewa über den Mythos von der Herkunft des Mais.
Theodor-Heuss-Bibliothek, Kinderabteilung, 7–10 Jahre, Hauptstraße 40, Schöneberg, Eintritt frei, Voranmeldung erbeten,
Tel. 902 77 43 43

22. Berliner Märchentage Vollständiges Programm unter www.maerchenland-ev.de

Märchentage-Leiterin Silke Fischer im Gespräch

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