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Kurzinterview über „erdbär“

ErdbaerWie entstand „erdbär“?  
Alexander Neumann Meine Frau Natacha und ich merkten, dass bei Eltern ein großes Bedürfnis nach sinnvoller Kleinkindnahrung bestand. Für Babys war der Markt gesättigt, aber für Kinder zwischen einem und sechs Jahren fehlten Angebote. Eltern wichen daher oft auf Bio-Erwachsenenangebote aus, die aber weder geschmacklich noch visuell begeistern konnten. So haben wir das erdbär-Konzept entwickelt. Der Snack soll gesund und spaßig sein. Kinder haben Freude an den Pürees, die sie selbstständig aus der Verpackung quetschen können. Zudem fehlten bisher Kindersnacks mit Gemüse.

Manche Kinder mögen das ja nicht so …  
Aber es ist wichtig, sie frühzeitig an solche Geschmäcker ranzuführen. Also haben wir Gemüse unter die Früchte geschummelt und so an die Kinder gebracht. Während unserer Pilotphase haben wir gemerkt, dass Eltern oft viel voreingenommener sind als ihre Kinder. Die Kleinen hingegen probierten unsere Produkte offen und es schmeckte ihnen.

Sind denn die Snacks wirklich ohne Zucker und so gesund, wie Sie behaupten?  
Ja, unsere Snacks enthalten nur reinen Fruchtzucker, ohne extra Zucker oder Sirup. Den Pürees geben wir noch einen Spritzer Zitronensaft hinzu, um auch ohne Konservierungsstoffe auszukommen.

Wie schaffen Sie es, trotzdem erstaunliche zwölf Monate Haltbarkeitsgarantie für die quetschbaren Pürees zu geben?  
Mittels der Pasteurisierungsmethode, die man von der Milch her kennt: Die Pürees werden stark erhitzt, wieder abgekühlt und danach lichtgeschützt und luftdicht abgepackt. So müssen sie auch nicht gekühlt gelagert werden.

Stichwort Verpackung: Die Snacks sind sehr wohl biologisch, aber die Verpackung scheint nicht sehr ökologisch. So ist sie weder wiederverwert- noch abbaubar.   
Der Endmüll ist nur eine Variable, wenn wir von Ökologie sprechen. Man muss das Ganze betrachten. Dadurch, dass unsere Verpackungen quetschbar sind, nehmen sie bei der Abfallentsorgung und im Transport nicht so viel Platz ein wie zum Beispiel Glas, dessen Transport dadurch insgesamt einen höheren CO2-Ausstoß hat als der Transport unserer Verpackungen. Man kann jedoch immer noch besser werden, daher ist eine abbaubare oder wiederverwertbare Variante unserer Verpackung in Planung.

In Ihren Snacks verarbeiten Sie auch Mangos und Bananen. Wie passt Ihre Bio-Schiene zu diesen nichtregionalen Produkten und dem fehlenden Fairtrade-Thema?  
Die Mangos zum Beispiel sind wichtig, um die Bandbreite an Geschmäckern abzudecken. Im jungen Alter entwickelt sich der Geschmackssinn. Von daher sollten Kinder möglichst viele Geschmacksrichtungen erleben. Unsere Priorität lag bisher auf hochqualitativen Produkten, die primär gesund und biologisch sind. Sie haben aber recht: Von der Philosophie her passt Fairtrade sowie das Bewusstsein für regionale Nahrungsmittel absolut in unser Konzept. Deshalb haben wir dieses Thema auch schon auf dem Radar. Zurzeit ist das eine Verfügbarkeits- und Kostenfrage, da wir als Betrieb noch zu klein sind, um bei den großen Verteilern mitzureden. Für regionale Produkte sind aber schon Verhandlungen für die Online-Nachverfolgung, woher ein Produkt kommt, im Gange. Ein mittelfristiges Ziel in dieser Hinsicht ist es, dass Rohstoffe so wenige Kilometer wie möglich zurücklegen müssen.

Interview: Laila Schläfli

Foto: Michelle Robek/Fotolia

www.erdbaer.de

 

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