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Tresor.Light Parties für Teenies

Als der Tresor Club 1991 öffnete, waren Moana Dorn, 13, und Louis Baer, 14, noch nicht einmal geboren. Mittlerweile ist Berlins erster Techno Club vom Wertheim-Kaufhaus ins Heizkraftwerk in Mitte gezogen, und die beiden sind Stammgäste. Und nicht nur das: Die Schüler legen hier einmal im Monat auf, sie sind die wohl jüngsten Resident Techno-DJs in Berlin.
Wie unverantwortlich, wird der ein oder andere jetzt denken. Aber natürlich raven die Teenager nicht jedes Wochenende nächtelang im Blitzlichtgewitter der Stroboskope. Und natürlich legen sie nicht an einem der gewöhnlichen Freitag- oder Samstagabende gegen sechs Uhr morgens auf. Wenn DJ Moana und DJ Louis an den Plattentellern stehen, ist es früher Abend und im Sommer draußen noch hell.

Immer am letzten Samstag im Monat veranstaltet der Tresor zusammen mit dem Bund Deutscher Pfadfinder die Tresor.Light-Party. Über 700 Kids zwischen 12 und 15 Jahren tummeln sich vor der Bar und auf der Tanzfläche, flirten, tanzen an den Gitterstäben, werfen die Arme in die Luft und chillen auf den Sofas. Ganz wie sonst die Erwachsenen. Nur ohne Alkohol, Drogen und Zigaretten. Beginn ist um 17.30 Uhr, pünktlich um 22 Uhr gehen die Lichter an, draußen vor dem Club warten dann schon die Eltern, um ihre Kinder abzuholen.

Die Idee einer Teenie-Party in einem richtigen Club hatten der Sohn von Tresor-Chef Dimitri Hegemann und die Zwillingstöchter von Roland Prejawa, dem Buchhalter. Die Väter waren begeistert, im Januar 2009 ließen die Türsteher zum ersten Mal Teenies unter 18 in die legendäre Location. Rein kommt nur, wer eine von den Eltern unterschriebene Einverständniserklärung dabei hat. 
Moana ist letztes Jahr im Oktober eher zufällig im Tresor gelandet. „Ich habe Louis auflegen gesehen“, sagt sie. „Das wollte ich auch.“ Das Mädchen mit den roten, lockigen Haaren setzt die Sonnenbrille ab und schlägt die Beine übereinander. Zusammen mit Louis, der schon fast ein alter Hase im DJ-Business ist, er war von Anfang an dabei, hat sie geübt. Gleich bei der nächsten Party war sie fest eingeplant. „Da war ich total aufgeregt. Meine Hände haben voll gezittert“, sagt sie. Louis nickt: „Kurz bevor ich die ersten Male dran kam, dachte ich, geht gar nicht. Aber jetzt macht mir das nichts mehr aus. Wenn jemand abspringt, stehe ich in fünf Minuten an den Decks und spiele mein Set.“

Ganz im Sinne der Tresor-Tradition spielen auch Louis und Moana viel Techno und Elektro. Aber nicht nur. „Viele von uns mögen das nicht“, sagt Louis. „Discopogo von den Ärzten, das geht richtig ab. Und so Klassiker wie YMCA.“ Für immer als DJ arbeiten möchte der Achtklässler nicht, er möchte später mal Regisseur werden. Moana kann sich das schon vorstellen: „Die ganze Nacht in irgendwelchen Clubs abhängen und auflegen, das finde ich toll.“    

Text: Katharina Wagner
Foto: Oliver Wolff

Tresor.Light im Tresor Club Köpenicker Straße 70, Mitte, inzwischen keine Veranstaltungen mehr! 

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