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Welcher Sport für mein Kind?

Foto: plainpictureFolio-Images

Anna verbrachte ihre Sommerferien in luftigen Höhen an der Kletterwand. In einem Workshop hat sie die Grundlagen des Kletterns erlernt: Abseilen, das Sichern von anderen – und ganz nebenbei hat sie Freundschaften geschlossen und Selbstbewusstsein gewonnen. Auch nach den ­Ferien will Anna weiter klettern.

Dass regelmäßiges Sporttreiben wichtig für Kinder ist, steht außer Frage: „Sport ist nicht nur gesund, sondern fördert neben den körperlichen und geistigen Fähigkeiten auch die Perönlichkeitsentwicklung von Kindern“, sagt Heidolf Baumann, einer der Vereinsberater beim Landessportbund Berlin. „Kinder lernen zum Beispiel, sich in ein Team einzufügen und auch mal zu verlieren.“ Für Familien, deren Kinder nicht wie Anna bereits ihren Lieblingssport gefunden haben, beginnt meist pünktlich zum Schulanfang die Suche nach einem ­geeigneten Sportverein. Bei etwa 2 000 Sportvereinen in Berlin, in denen insgesamt mehr als 150 verschiedene Sportarten angeboten werden, ist das gar nicht so einfach.

Für eine erste Idee helfen so grundlegende ­Fragen wie: Spielt das Kind lieber alleine oder im Team? Macht ihm der Umgang mit Bällen Spaß? Soll die Sportart drinnen oder im Freien stattfinden? Daneben sollten auch die körperlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden: „Es empfiehlt sich, das Kind vorher ärztlich untersuchen zu lassen. Bei manchen Vereinen wird ein ärztliches Gutachten sogar vorausgesetzt“, sagt Baumann. Auch sollte man gerade den jüngeren Nachwuchssportlern ­genügend Zeit geben, unterschiedliche Diziplinen auszuprobieren.

Vorlieben können sich schnell ­ändern. „Viele Sportvereine bieten deshalb Schnupperangebote oder Probemitgliedschaften an“, sagt Baumann. Auch die Kosten sollten eingeplant ­werden, dazu gehört neben dem regelmäßigen ­Ver­einsbeitrag auch das benötigte Equipment.
Informationen über das Angebot der Berliner Sportvereine gibt der Landessportbund Berlin: Im Freizeitsportkalender stellen sich die meisten Berliner Vereine vor und weisen auf aktuelle ­Veranstaltungen hin. Eine gute Gelegenheit für ­Familien, einen ersten Einblick in die Vielfalt der sportlichen Disziplinen zu erhalten, bietet der Tag der offenen Tür im Olympiapark Berlin Ende August. Unter dem Motto „Sport sehen, aus­probieren, mitmachen“ dürfen sich Kinder und ihre Eltern in den unterschiedlichsten Sportarten ausprobieren: Water-Soccer, Klettern im Hochseilgarten oder Currywurst-Weitwurf sind nur einige Beispiele. Außerdem haben die Kids die Chance, der Leichtathletik-Europameisterin im 100-Meter-Lauf, Verena Sailer, und anderen Istaf-Stars live zu begegnen.

Text: Sabine Käsbohrer

Beratung Der Landessportbund Berlin beschäftigt Berater, die vereinsübergreifend Auskünfte geben.
Alle Infos unter www.lsb-berlin.de

Tag der offenen Tür im Olympiapark
Olympischer Platz 3, Charlottenburg, Sa 21.8., 11–19 Uhr

Sportmöglichkeiten im Freien ohne Vereinsbindung:

BEACHVOLLEYBALL & MINIGOLF

SKATEN, KLETTERN, BMX-FAHREN IN BERLIN

WASSERSKI, TAUCHEN, RUDERN

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