Performance

„Femme Fatales“ in den Uferstudios Berlin

Tanztheater aus Kanada über die Frau als Hexe: Femme Fatales

Foto: Erik Zennstrom

Preise können Wunder wirken. Der Chrystal Dance Price aus dem kanadischen Victoria brachte doppelten Luxus. Choreografin Meredith Kalaman konnte sich nach der Verleihung des Junior-Preises eine europäische Mitarbeiterin leisten – und holte sich Gabi Beier, Chefin des Berliner Ada Studios, als Tanzdramaturgin. Solche Menschen, die mit Kennerblick den gesamten Probenprozess begleiten und andauernd schlaue Ideen haben, sind aus finanziellen Gründen in der dortigen Tanzszene rar. Beier wiederum hatte seit der Zeit, als sie Berlins Karrieresprungbrett im zeitgenössischen Tanz aus der Taufe hob, gar keine Zeit mehr für ausdauernde Tanzdramaturgien. Die Zusammenarbeit führte in diesem Jahr sogar zum Hauptpreis des Chrystal Dance Prize – und zu einem aus dem Preisgeld finanzierten Auftritt in Berlin. Im Stück selbst, „Femme Fatales“, erkunden Kalaman und zwei weitere Tänzerinnen in einem stilisierten Hexenkessel die Wirkungen auf den Körper, die Jahrhunderte lange Ausgrenzungen und Verfolgungen von Frauen als Hexen haben.

Uferstudios Berlin Studio 1, Uferstr. 8/23, Wedding, Sa 12. – Di 15.8., 20.30 Uhr, Eintritt 13, erm. 8 €

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