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Berliner Kinos

Die wichtigsten Filmstarts der Woche: „Undine“, „Die Perfekte Kandidatin“ und mehr

Nach Lock-Down und Quarantäne dürfen die Berliner Kinos wieder öffen. Natürlich unter Auflagen. Es werden Sitzplätze zwischen den Zuschauern freibleiben, oft muss man vorab reservieren und es laufen noch lange nicht so viele Filme an, wie sonst. Dennoch stellt sich auch in der Kinowelt wieder so etwas wie Normalität ein. Hier sind fünf Kinostarts für den 2. Juli 2020. Mit dabei Christian Petzolds Berlinale-Film „Undine“, ein türkisches Schwesterndrama und ein französischer Liebesfilm.

Undine

Franz Rogowski im Berlinale Film "Undine".
Franz Rogowski im Berlinale Film „Undine“. Foto: Marco Krüger / Schramm Film

Wasserdrama In „Undine“ sickert das Wasser durch die Spalten einer Welt, die sich rational wähnt, aber sich nicht abdichten lässt. Die bezaubernde ­Undine (Paula Beer, Foto) bringt einen harten Ehevertrag mit: Wenn sich ihr Geliebter abwenden sollte, dann droht ihm der Tod. Christian Petzold macht einen Hybrid aus dem alten Stoff, aus Ingeborg Bachmanns Neuinterpretation („Undine geht“), und aus den Fantasien, die er jetzt bei seinem freien Hinterherträumen dazu addiert hat. Sein Film beginnt immer stärker zu oszillieren zwischen naivem Märchenfilm, Liebesmelodram und Psychothriller. RW

Kinostart: 2.7. D/F 2020, 90 Min., R: Christian Petzold, D: Paula Beer, Franz Rogowski, Jacob Matschenz


Die perfekte Kandidatin

Mila Al Zahrani in "Die perfekte Kandidatin".
Mila Al Zahrani in „Die perfekte Kandidatin“. Foto: Neue Visionen Filmverleih

Tragikomödie Eine junge Ärztin namens ­Maryam kandidiert für den Gemeinderat in ihrem Dorf in Saudi-Arabien. Im Lauf des Wahlkampfs lernt sie, sich als Frau in der konservativen Männergesellschaft ihres Landes zu behaupten. Ein spannender Einblick in ein Land, von dem das Weltkino bisher fast nichts weiß. BR

Kinostart: 2.7. Saudi Arabien/D 2019, R: Haifaa Al-Mansour, D: Mila Al Zahrani, Dae Hilali, Nora Al Awad, Start: 2.7.


Eine Geschichte von drei Schwestern

Das türkische Drama „Eine Geschichte von drei Schwestern“. Foto: Grandfilm

Schwesterndrama Eine Familie in einer abgelegenen Dorfregion in der Türkei: Die drei Schwestern Reyhan, Nurhan und Havva stehen alle in Abhängigkeit von „Vater Necati“, einem reichen Mann aus der Stadt. Emin Alper erzählt vor großartiger Landschaft von Macht, Missbrauch und Hoffnungen auf Freiheit in den traditionellen (Männer-)Strukturen der ländlichen Türkei. BR

Kinostart: 2.7. TR/D 2019; 108 Min., R: Emin Alper, D: Cemre Ebuzziya, Ece Yüksel, Helin Kandemir


Brot

Bio-Bäcker versus Backkonzerne, die Doku "Brot".
Bio-Bäcker versus Backkonzerne, die Doku „Brot“. Foto: Real Fiction

Dokumentarfilm Der Dokumentarfilmer Harald Friedl stellt zwei Lager gegeneinander. Auf der einen Seite: Bio-Bäcker, die in Handarbeit, mit viel Liebe und aus Mehl, Wasser und Salz das womöglich wichtigste Lebensmittel herstellen, das wir kennen. Auf der anderen: Konzerne, die von Produktentwicklung und Spitzentechnologie sprechen, Friedl bezieht eindeutig, vielleicht etwas zu eindeutig Stellung. TW

Kinostart: 2.7. A 2020, 90 Min., R: Harald Friedl


Die schönsten Jahre eines Lebens

Der Liebesfilm „Die schönsten Jahre eines Lebens“. Foto: Wild Bunch Germany

Liebesdrama Ex-Rennfahrer Jean-Louis Duroc (Jean-Louis Trintignant) sitzt im Altersheim, er träumt vor sich hin. Am besten erinnert er sich an seine große Liebe zu Anne Gauthier (Anouk Aimée), weshalb sein Sohn sie bittet, Jean-Louis doch einmal zu besuchen. Ein leichtes und unverhohlen sentimentales Sequel zum Erfolgs-Liebesfilm „Ein Mann und eine Frau“ (1966), mit den großen Hauptdarsteller*innen in guter Form. LP

Kinostart: 2.7. F 2019, 90 Min., R. Claude Lelouch, D: Jean-Louis Trintignant, Anouk Aimé


Weitere Filme und Neuigkeiten aus der Berliner Kinowelt

Nach der sensationellen gleichnamigen Romanvorlage von Jaroslav Rudiš inszeniert Štěpán Altrichter mit Nationalstraße eine furiose und schlagkräftige Selbstverteidigung, so verzweifelt, radikal und energisch wie es nur geht.

Berliner Kult-Kino Klick öffnet wieder – mit Lars Eidingers Lieblingsfilmen.

Freiluftkinos in Berlin: Hollywood und Arthouse unter freiem Himmel.

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