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Neu im Kino

Die wichtigsten Filmstarts am 16. Juli 2020: „Berlin Alexanderplatz“, „Waves“ und mehr

Filmstarts am 16. Juli in Berlin: Hier gibt es den besten Überblick aller neuen Filme mit Bewertung. Mit dabei sind der Berlinale-Wettbewerbsfilm „Berlin Alexanderplatz“, eine Doku über Wim Wenders und Trey Edward Shults‘ Drama „Waves“.

Neuverfilmung des Döblin-Klassikers „Berlin Alexanderplatz“

Filmstarts 16. Juli: Berlin Alexanderplatz
Unter den Filmstarts am 16. Juli in Berlin: „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani. Foto: eOne

Literaturverfilmung Jede Generation bekommt ihre eigene Version von Alfred Döblins Romanklassiker aus dem Jahr 1929. Bei Burhan Qurbani ist Franz Biberkopf ein schwarzafrikanischer Migrant namens Francis, der in der Berliner Drogenszene und Glamour-Halbwelt seinen Weg sucht. Tolle Darsteller, Kamerarbeit, Dramaturgie. BR

D/NL/F 2019, 183 Min.; R: Burhan Qurbani; D: Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch

Hier die tip-Berlinale-Rezension zu „Berlin Alexanderplatz“


„Die Kordillere der Träume“

Filmstarts 16. Juli: Die Kordillere der Träume
„Die Kordillere der Träume“ von Patricio Guzmán. Foto: Real Fiction

Politischer Dokumentarfilm Patricio Guzmán ist einer der wichtigsten Filmemacher Lateinamerikas. Seit den frühen 70er Jahren, als in seinem Heimatland Chile ein Putsch den Aufbruch unter Salvador Allende unterbrach, begleitet er die Bemühungen um eine gerechte Welt mit seiner Arbeit. Mit „Die Kordillere der Träume“ zieht er nun Bilanz: das Gebirge dient ihm als Kontrastbild für einen Neoliberalismus, der die Natur wie die Menschen ausbeutet. Ein sehr persönlicher, politische brisanter Dokumentarfilm. BR

La cordillera de los suenos, Chile 2019, R. Patricio Guzmán


Leif in Concert Vol. 2

Filmstarts 16. Juli: Leif in Concert Vol. 2
„Leif in Concert“ von Christian Klandt. Foto: MissingFilm

Szenefilm Eine Kneipe in Berlin-Kreuzberg, unschwer als Yorckschlösschen zu erkennen. Hier hat Lene (Luise Heyer) nach Monaten in Kopenhagen wieder ihren Job als Barfrau aufgenommen. Abends soll ein Konzert mit dem Musiker Leif alias Poorboy stattfinden. Regisseur Christian Klandt überraschte 2012 mit dem offenherzigen Teeniedrama „Little Thirteen“ und überzeugt nun mit diesem entspannten Film, bei dem ihm Promis zur Seite standen: So befinden sich unter den Kneipenbesuchern Bela B., Kultkomiker Martin „Gotti“ Gottschild, Theaterikone Jule Böwe, Regisseur David Wnendt, Kriminalbiologe Dr. Mark Beneke oder Schauspieler wie Thilo Prückner oder Godehard Giese. Die Komödie mit dem irritierenden Titel hat das Zeug zum Kultfilm. MS

D 2019, 101 Min.; R: Christian Klandt; D: Luise Heyer, Klaus Manchen, Katharina Matz

Hier die tip-Filmkritik zu „Leif in Concert Vol. 2“


Waves

Filmstarts 16. Juli: Waves
„Waves“ von Trey Edward Shults. Foto: Universal

Afroamerikanisches Drama über eine afroamerikanische Familie in Süd-Florida, deren Leben durch einen tödlichen Unfall erschüttert wird. Die heftigen Emotionswellen übersetzt Regisseur Trey Edward Shults in eine intensive Inszenierung. Das Resultat ist intim und wuchtig zugleich, und wird durch die Leistungen der Schauspieler noch ein Stück weitergetragen. SR

USA/CAN 2019; 135 Min.; R: Trey Edward Shults; D: Taylor Russell, Kelvin Harrison Jr., Alexa Demie

Hier die tip-Filmkritik zu „Waves“


Wim Wenders, Desperado

Wim Wenders, Desperado
„Wim Wenders, Desperado“ von Eric Friedler und Andreas Frege. Foto: 24 Bilder

Künstlerporträt In wenigen Wochen wird Wim Wenders 75. Dieses Porträt ist ein Geburtstagsgeschenk, unter anderem von seinem Freund Campino, der hier unter seinem bürgerlichen Namen Andreas Frege als Co-Regisseur firmiert. Vor allem die amerikanische Phase von Wenders steht im Mittelpunkt: 1984 drehte er „Paris, Texas“, danach konnte er nach Deutschland zurückkehren und bescherte Berlin mit „Der Himmel über Berlin“ einen neuen Mythos. Zahlreiche Interviews mit Werner Herzog, Francis Ford Coppola, Erika Pluhar oder Donata Wenders bereichern einen Film, in dem allenfalls von Wenders selbst stärkere Andeutungen von Reflexion kommen. BR

D 2020; 120 Min.; R: Eric Friedler und Andreas Frege


Marie Curie – Elemente des Lebens

Marie Curie - Elemente des Lebens
„Marie Curie“ von Marjane Satrapi. Foto: Studiocanal

Historienfilm Comicverfilmung und Porträt der großen Forscherin Marie Curie. Zwar glänzt Rosamund Pike in der Hauptrolle als stolze, leidenschaftliche Frau, doch deren Kampf um die gebührende Anerkennung wird zugunsten von allerlei zukunftsweisendem Radioaktivitäts-Larifari unglückseligerweise in die zweite Reihe verwiesen. AS

B/HUN 2019; 109 Min.; R: Marjane Satrapi; D: Rosamunde Pike, Sam Riley, Aneurin Barnard

Hier die tip-Filmkritik zu „Marie Curie“


Weiterhin im Kino: „Harriet – Der Weg in die Freiheit“ (dazu die tip-Filmkritik), „Undine„; außerdem sehr zu empfehlen die Retrospektive Adolf Wohlbrück im Zeughauskino, und die Berliner Freiluftkinos

100 Berlin-Filme, die man gesehen haben sollte Teil 1 (1916-1968).

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