so war es bei tip backstage präsentiert von mastercard priceless berlin im juni

In der Florida Eis Manufaktur

Was für ein Tag für ein Eis. Die Junisonne brannte vom Himmel, als die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von tip Backstage präsentiert von Mastercard Priceless Berlin vor der Florida Eis Manufaktur in Berlin-Spandau eintrafen. Drinnen wartete schon Florida Eis Gründer Olaf Höhn und mehr vom leckersten Eis Berlins, als man essen konnte. Höhn, bekennender Fan der Serie Miami Vice, hatte sein Eis zuerst Miami Eis nennen wollen. Ein solches gab es jedoch schon. So erhielt das blauweiß gebrandete Kult-Eis mit Suchtpotenzial den sonnigen Namen „Florida Eis“.

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Zum Start der Führung wartete auf die Besucher und Besucherinnen eine Weltpremiere: Vor den Augen der Gruppe werde man eine neue Eissorte kreieren, erklärte Höhn. Kollegin Simone Gürgen, zuständig für die Kreation der Eissorten, habe sich zuvor schon das Rezept für eine Geschmacksrichtung überlegt: Crème brûlée. Während zwei Mitarbeiter die Eismaschine mit Zutaten füllten und schließlich noch Karamellstückchen hinzugaben, wurden bunte Löffelchen und Florida Eis Becher verteilt. Olaf Höhn durfte als erster kosten: Nachdenklich degustierte der Unternehmer den neuen Geschmack. „Da fehlt noch etwas“, stellte er fest. Derselben Meinung war auch die gelernte Konditorin Gürgen. Kurzer Hand wurde dem Eis eine frisch gekochte Himbeer-Sauce untergerührt. Dann wurden auch die Becher der Teilnehmer gefüllt. Im Labor wurde es still, einzig einige „Mmmhh“-Laute mischten sich schüchtern unter das Surren der Eismaschine.

Im einzigen großen Fabrikraum neben dem Labor waren rund 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konzentriert und eifrig dabei, Florida Eis Sorten wie Erdbeere, Cookie und Lime Pie von Hand in die typischen hellblauen Boxxen abzufüllen. Olaf Höhn öffnete einen großen dampfenden Kessel, in dem gerade die Schokolade für die Sorte „Swiss Chocolate“ eingekocht wurde. Mit einem Satz auf eine Stufe vor dem Kessel konnte man die Nase für einige Sekunden über den süßen Dampf halten und das Schokoladenaroma einatmen. Danach ging es im Gänsemarsch durch die Produktion. Wo man wollte, konnte man sein Becherchen hinhalten und wurde mit frischem Eis versorgt. Die natürlichen Zutaten und die fast CO2 neutrale Herstellung machen Florida Eis zu etwas ganz Besonderem. Das Eis enthält so gut wie keine Bindemittel. „Wer 500 g Eis kauft, bekommt bei uns auch 500 g Eis“, sagt Olaf Höhn. Im Vergleich zu den Mitbewerbern auf dem Markt verlängere man das Eis nicht mit Luft, um den Profit zu mehren. Synthetische Zutaten seien auch keine zu finden. „In ein paar Jahren werden wohl die weltweiten Erträge von zum Beispiel natürlicher Vanille oder Pekannüssen knapp werden. Dann müssen wir wohl auf diese Eissorten verzichten.“

Die Florida Eis Lieferwägen lässt Höhn selbst mit einem neuartigen Kühlsystem ausbauen, das auf energieschonende Weise mit natürlichen Fetten kühlt. In den kommenden Jahren sollen alle Transporter nur noch elektronisch fahren. In einigen Wochen wird die Florida Eis Fabrik zudem wachsen, da die Nachfrage die jetzige Produktion bei Weitem übersteigt. Olaf Höhn will wachsen und kann es sich auch leisten. Seit einiger Zeit beschäftigt der Unternehmer einen syrischen Flüchtling und dessen Sohn. Beide ausgebildete Ingenieure für Kühlsysteme. „Diese Menschen leisten mustergültige Arbeit und wir brauchen sie hier dringend“, so Höhn. In Deutschland gäbe es für diesen Beruf so gut wie keine Interessenten mehr. Florida Eis ist ein Unternehmen, das in die Zukunft denkt und investiert, traditionell und natürlich, jedoch auch umweltbewusst mit modernster Technik arbeitet. Die Rezepte für alle rund 100 Eissroten bewahrt Olaf Höhn fein säuberlich sortiert und abgeheftet in einem Ringbuch auf. Mal schauen, ob es auch die neue Sorte „Crème brûlée“ zukünftig in die Kühltruhen und –schränke Berlins und in Olaf Höhns Rezeptbuch schafft.

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