Von Berlins besten Kaffees der italienischste

„Der beste Kaffee ist der, den du am liebsten magst“ lautet das Motto von Elisabeth und Willy Andraschko. Passender könnte man die verschiedenen Kaffeeröstungen, die sie in ihrer Berliner Manufaktur rösten, kaum zusammenfassen. Vom 19. Bis zum 23. März gibt es diese mit dem Rabattcode „OSTEREIER“ um 15 Prozent günstiger. Als kleines Vorostergeschenk, sozusagen.
2006 gründete das Ehepaar aus Wien ihre Andraschko Kaffeemanufaktur, mittlerweile verschicken sie ihre Bohnen sogar nach Georgien. Als Willy Andraschko 1979 nach Berlin kamen, mussten er feststellen, dass guter Kaffee in der deutschen Hauptstadt zu dieser Zeit noch eine Rarität war.
Die roten Andraschko-Verpackungen sind von der Siebträgermaschine beinahe nicht mehr wegzudenken
Später gehörte er zur Avantgarde einer neuen Berliner Kulinarik. Willy Andraschko war 1991 einer der Gründer des Einstein-Stammhaus in der Kurfürstenstraße, in dessen Küche auch die ersten Röstexperimente stattgefunden hatten. Seine geliebte Wiener Kaffeehauskultur inklusive des dort erhältlichen, grundsoliden Kaffees wollte er auch nach Berlin bringen. So kam eins zum anderen und Willy Andraschko lernte das Rösten. Dafür besuchte er die Specialty Coffee Association (SCA) in den USA, 2006 gründeten sie schließlich die Andraschko Kaffeemanufaktur. Auch 20 Jahre später noch dienen die von der SCA gesetzten Qualitätsansprüche und Leitlinien ihnen als Standard in der täglichen Arbeit mit dem Rohkaffee. Dabei geht es um die perfekte Röstung, aber auch um den Anbau, die Lieferkette, die Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen für die Kaffeebauern und Kaffeebäuerinnen. Über die letzten beiden Jahrzehnte gelang es den Andraschkos, ein großes, internationales Netzwerk von Produzenten aufzubauen und die persönlichen Beziehungen zu diesen stets zu pflegen. Und es gelang ihnen, zu einer der beliebtesten Kaffeeröstereien der Stadt zu werden – sowohl in der Gastronomie als auch in der Privatküche sind die roten Andraschko-Verpackungen mittlerweile so etabliert, dass sie von der Siebträgermaschine beinahe nicht mehr wegzudenken sind.

„Miscela Italia“ heißt ihre beliebteste Sorte. Sie ist eine Hommage an die italienische Barkultur und den niederschwelligen, im Geschmack sehr vertrauten, stets kräftigen Espresso, der dort ausgeschenkt wird. Schokolade, Marzipan und Haselnuss beschreiben die Aromen der Röstung. Diese basiert auf einem alten Rezept aus Triest für eine 100-Prozent-Arabica-Espressomischung, welches die beiden erfolgreich wiederaufleben ließen. Mit der Wiener Kaffeehausmischung wiederum zogen sie den Bogen zurück zu den Ursprüngen ihrer Kaffeeliebe und zu ihrer Heimatstadt und entwickelten einen Espresso, der an Kakao, Mandel und Muskatnuss erinnert.
Die Bohnen werden sorgsam von Hand geerntet
Für Filterfans gibt es ebenfalls einiges. Die Sorte Grand Hotel eignet sich für Einsteigende ganz großartig, denn sie erinnert an den Kaffee vom Hotelbuffet, und zwar im besten Sinne. Etwas fruchtiger, sanfter, ist die Bio-Sorte Mexico Finca Los Laureles, einem Single Origin von einer frauengeführten Kaffeefarm in der Region Siltepec. Dort wachsen die Bohnen auf über 1500 Metern und werden sorgsam von Hand geerntet, am selben Tag entpult, für 12 Stunden fermentiert, mit klarem Wasser gewaschen und schließlich getrocknet. Insgesamt verkauft Andraschko fast 20 verschiedene Sorten, alle selbstverständlich mit Lieblingskaffeepotenzial.
Von Berlins besten Kaffees der italienischste: Wir stellen die Andraschko Kaffeemanufaktur vor. Tacos im Trockenen: Die Markthalle Pfefferberg ist vollmundig zurück. Krümelnde Ikonen: Auf der Suche nach Berlins besten Croissants. Fühlt sich wie Urlaub in der eigenen Stadt: Frühstück im Food Court im Hotel Palace. Durchdachte Gerichte, einnehmende Zugewandtheit: Luzii macht Lust auf eine neue deutsche Küche. Georgische Weine zu authentischen Tellern: Das Restaurant Daia in der Kopenhagener Straße. Zugreifen: Im Kōji werden die Hand Rolls mit dem Nori-Blatt aufgepickt. Die Kunst der kulinarischen Übertreibung: Goldies Bar im KaDeWe. Hier steppt der Bär: Die Bar Matrëshka lässt slawische Trinkkultur mit moderner Mixology verschmelzen. Alles weitere zum kulinarischen Berlin findet ihr immer in unserer Food-Rubrik.
