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Zwischen Lässigkeit und Kompetenz: Das georgische Lokal Dro

Weinbars in Prenzlauer Berg gibt es viele, doch das Dro ist besonders – besonders spitze. Aus dem Stand eine der nettesten und entdeckungsdurstigsten Adressen der Stadt
Text: Marianne Rennella
Veröffentlicht am: 29.07.2026
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Georgischer Salat und sonnengeküsster Wein im Dro © Marianne Rennella

Wir kennen Gugushvili aus dem 8000 Vintages in Kreuzberg, dem Ableger einer georgischen Weinbar-Ikone, die er 2023 an der Yorckstraße eröffnet hatte. Dort arbeitete er unter anderem mit dem Sommelier Giorgi Silagadze zusammen, der ihm ins Dro folgte. Kein Wunder ist es also, dass hier bereits wenige Wochen nach der Eröffnung alles so eingespielt wirkt.

Wie Sonnenlicht den Geschmack beeinflusst

Der ikonische bernsteinfarbene Wein leuchtet durch die einfallenden Sonnenstrahlen auf der Terrasse des Dro noch einmal stärker. Die Amber Weine, auch bekannt als Orange Wine, sind das Aushängeschild der georgischen Weinkultur. Sie erhalten ihre wunderschöne Farbe durch den Kontakt von Schale und Saft der Traube. Dieser „skin contact“ beeinflusst auch das Aroma des Weins – sie schmecken deutlich intensiver, komplexer und auch alkoholischer als andere Weißweine. Dadurch passen sie aber perfekt zur georgischen Küche, von der man im Dro einen besonders gelungenen Ausschnitt probieren kann.

Zum typischen Maisbrot, das ohne Triebmittel gebacken wird und somit an einen knusprigen, dichten Fladen erinnert, gibt es hausgemachten Hummus, der durch den gerösteten Sesam leicht nussig schmeckt. Überragend ist der georgische Salat aus Gurke, roter Zwiebel und reifen Fleischtomaten in einem grünen Pesto, garniert mit Jonjoli, den eingelegten Blüten der Pimpernuss – eine Würzpaste, die für Georgien sehr typisch ist.

Im Dro gibt es natürlich auch Khachapuri

Und dann ist da noch Khachapuri, das hierzulande wohl bekannteste georgische Gericht. Sommelier Silagadze erklärt, in Georgien gäbe es viele Khachapuri-Varianten. Während man in Deutschland vor allem den bootförmigen Teig mit geschmolzenem Käse und Ei kennt, ist die Version im Dro dezenter: ein dünner Teigfladen, heiß und mit Käse gefüllt, ebenso einfach wie vollkommen. Die Variante mit Bohnen heißt Lobiani und ist vegan. Sogar das Dessert gelingt dieser Weinbar: ein Bread Pudding, der durch das cremige, nussige Topping süß und salzig und saftig ist.

Dro Fehrbelliner Str. 24, Prenzlauer Berg, Di–So 12–24 Uhr, bei Instagram


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