Auf der Schönhauser Allee hat Sironi Gespür für die kleinen legeren Momente

Ende April eröffnete Alfredo Sironi seine inzwischen vierte Bäckerei in Berlin. An der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg, Wand an Wand mit dem italienischen Feinkosthändler Viani, gibt es fortan nicht nur sein italienisches Brot, Brioche und Focaccia genovese, sondern auch die Gelegenheit, zum Aperitivo vorbeizuschauen. Wie eine der typischen Marktplatzbars in Italien ist hier nämlich von früh bis spät geöffnet, von 7.30 bis 22 Uhr. Apropos Öffnungszeiten: Seine erste Bäckerei eröffnete der am Comer See geborene Bäcker und Unternehmer 2013 in der Kreuzberger Markthalle Neun, und trug damit maßgeblich dazu bei, die italienische Brot- und Gebäckkultur in Berlin zu etablieren. Es folgten Schöneberg und Prenzlauer Berg, dazu mehrere Marktstände, eine Pizzeria in der Goltzstraße und ein Pizza-Container im Park am Gleisdreieck.
Was macht Sironi an der Schönhauser Allee so besonders?
Was die neue Adresse besonders macht: die räumliche Verbindung zum exzellent kuratierten Sortiment von Viani – auch die Mortadella und der Büffel-Mozzarella im Klappstullen-Focaccia kommen von dort – und die fließenden Übergänge zwischen den Tageszeiten und den Situationen. Vom Einkauf zum Essen, vom Lunch zum Apéro und weiter zum Heißhunger zwischen Kneipe und Konzert. Der Gastraum ist geräumig und wirkt noch großzügiger, weil er an das angrenzende Lebensmittelgeschäft angeschlossen ist. Die beiden Lokale gehen ineinander über, sodass man nach dem Feinkostkauf etwas Kleines essen kann. Oder eben nicht hungrig einkaufen gehen muss. Ein klassisches Aperitivo-Angebot gibt es auch: „Die Leute können ein Stück Pizza bestellen, ein Bierchen dazu oder einen Aperol. Alles soll ganz einfach und spielerisch bleiben“ so Alfredo Sironi. Wer möchte, kann sich bestimmt auch eine Tüte Trüffelchips von Viani zum Drink aufmachen. Eine Terrasse gibt es auch – auf der Schönhauser Allee gibt es ja immer was zu sehen.
Sironi – il pane di Milano Schönhauser Allee 45a, Prenzlauer Berg, tgl. 7.30–22 Uhr, mehr Infos hier
Charlottenburg ist bereit für den Generationenwechsel: In der Bottega Seppel seid ihr in guter Gesellschaft. Das Wolf Kino kann auch kulinarisch: Machiko’s Kitchen serviert Bibimbap in der Kino-Kantine. Neues wagen, Altes pflegen: Junge Berliner:innen übernehmen die Kultkneipe Zum Heinzelmann. Hervorragendes Korean Fried Chicken und den ziemlich besten Caesar Salad gibt es bei Bamnat am Paul-Lincke-Ufer. Italienisches Brot und Aperitivo: Auf der Schönhauser Allee hat Sironi Gespür für die kleinen legeren Momente. Berlin oder Paris? Wir sind begeistert vom lässigen Schöneberger Nachbarschaftslokal Barlevain. Großartiges griechisches Essen erwartet euch im File Asto in Kreuzberg. Weinbar, Kneipe oder Wiener Beisl? Das Sagma in Moabit muss sich nicht entscheiden. Auf der Suche nach der Essenz eines Lebensgefühls: Warum gehen wir ins Restaurant? Von Sankt Petersburg nach Berlin: Das Almi Bistro ist eine wahre Entdeckung. Burmesisches Essen in Berlin: Burma Bliss in Charlottenburg macht den Anfang. Kartoffelpüree-Gourmet: Besser als bei Nobelhardt & Schmutzig geht’s kaum.Ein Mittagessen wie in Marseille: Volk serviert Seafood zum Lunch. Deutsche Küche with a twist? Das Luzii im Scheunenviertel macht Lust auf mehr. Und wenn euch doch nach Essen aus anderen Ländern ist, findet ihr hier unsere Weltreise durch die Berliner Restaurants von Chile bis Jamaika. Georgische Weine zu authentischen Tellern: Das Restaurant Daia in der Kopenhagener Straße. Zugreifen: Im Kōji werden die Hand Rolls mit dem Nori-Blatt aufgepickt. Die Kunst der kulinarischen Übertreibung: Goldies Bar im KaDeWe. Hier steppt der Bär: Die Bar Matrëshka lässt slawische Trinkkultur mit moderner Mixology verschmelzen. Alles weitere zum kulinarischen Berlin findet ihr immer in unserer Food-Rubrik.