Essen & Trinken

Französische Restaurants in Berlin

Französische Köstlichkeiten von der Bretagne bis zur Provence – in Berlin gibt es zahlreiche Brasserien, Bistros und Restaurants, die die deutsch-französische Freundschaft hochhalten. Eine Auswahl

Foto: Thomas Mehlitz

Confit de Canard seit 1996

Das 1996 unweit vom Schloss Charlottenburg eröffnete „Le Piaf“ machte sich mit seiner Landhausküche schnell einen Namen. Seit anderthalb Jahren lädt Grit Trendel zusammen mit der Gourmanderie aus dem Centre Français ins „le piaf gourmand“ in die Räume des geschlossenen Italieners „Bacco“: größer, weiterhin gemütlich und mit Klassikern wie Weinbergschnecken und Confit de Canard.
Restaurant le piaf gourmand, Marburger Str. 5, Charlottenburg, Di.–Sa. ab 17.30 Uhr, Tel. 342 20 40, www.le-piaf.de


Borowskis Blutwurst

„Le Bon Mori“, „der gute Mori“, das ist Moritz Borowski. In den beiden Gasträumen, und im Sommer auch auf der Terrasse der hübschen Brasserie, ist er Gastgeber und Küchenchef zugleich. „Flammkuchen, Boudin noir, also Blutwurst, und Crème brûlée stehen auf der Karte“, sagt Borowski, der mehrmals im Jahr auch deutsche und französische Winzerabende veranstaltet. 
Le Bon Mori, Stresemannstr. 21, Kreuzberg, Di.–Sbd. 17.30–23 Uhr, Tel. 25 29 12 46, www.lebonmori.de


Burgunder-Wein und Familienrezepte

Das „Chez Maurice“ wurde 1997 als Weinladen eröffnet. Mittlerweile ist es auch ein Feinkostgeschäft, vor allem aber ein Restaurant mit französisch-mediterraner Küche. Der Fokus auf Wein liegt bei Betreiber Christof Krapf nahe, er stammt aus dem Burgund. Boudin noir, Foie gras und Crème brûlée sind ein Muss seiner auf weiterentwickelten Familienrezepten basierenden Küche.

Chez Maurice, Bötzowstr. 39, Prenzlauer Berg, täglich geöffnet ab 17 Uhr, Tel. 425 05 06, www.chez-maurice.com


Foto: Louis Laurent

Champagner und Austern

„Ab dem 16. Februar bieten wir sonntags einen traditionellen französischen Brunch an“, verkündet Julius Steffen. In seinem charmanten, mit französischen Filmplakaten bestückten Restaurant offeriert er Austern und Champagner ebenso wie „Soupe de Poisson“ (Fischsuppe), Flammkuchen und Steak Tatare. Unter der Woche (11.30–16 Uhr) werden eine Mittagskarte und ein Zwei- bis Drei-Gänge-Business-Lunch angeboten. 

Louis Laurent, Giesebrechtstr. 16, Charlottenburg, Mo.–Fr ab 11.30, Sa. ab 13 Uhr, So. ab 12 Uhr, Tel. 22 43 25 29, www.louis-laurent.de


Foto: White Kitchen

Modern interpretierte Klassiker bei Michael Schulz

Das Musical „Irma la Douce“ schaffte es von Paris zum Broadway und nach Hollywood. Darauf bezieht sich Jonathan Kartenberg mit seinem Restaurant: „Eine moderne französische Genusswelt, die wie Irma la Douce einen eigenen Stil hat“, so beschreibt er das Konzept. Küchenchef Michael Schulz, zuvor im „Golvet“, kocht unkonventionell und aromenreich. Er interpretiert Schnecken mit Rosenkohl, Ajoblanco und Speck neu. 

Irma la Douce Potsdamer Str. 102, Tiergarten, Di.–Sa. 18–24 Uhr, Tel. 23 00 05 55, www.irmaladouce.de


Pastis mit Pâtisserie

Am Rüdesheimer Platz hält der aus Aix-en-Provence stammende Vincent Garcia die französische Küchenfahne hoch. Fischsuppe, Tatar, Flammkuchen, Entrecôte, Schnecken und Crème brûlée sind Klassiker auf der authentischen Bistrokarte des heimeligen mit Spiegeln, Fotos und Wandbänken ausgestatten Lokals mit etwa 50 Plätzen. Das „Pastis“ hat daneben auch eine eigene Pâtisserie. 

Pastis, Rüdesheimer Str. 9, Wilmersdorf, tägl. ab 12 Uhr, Tel. 81 05 57 69, www.restaurant-pastis.de


Foto: Yves Sucksdorf

Französische Feinkost von Tim Raue

Mit seinem Colette könnte Zwei-Sternekoch Tim Raue auch in Frankreich reüssieren. Zweimal im Jahr überrascht die Fine-Dining-Brasserie mit einer neuen Karte, nächster Wechsel ist im April. Lieblingsgerichte wie die Bouillabaisse mit Safran und Rouille, die Garnele Marocain mit Litschi und Rose oder das Clubsandwich mit Hummer und Brioche sind unübertroffen. Dazu 85 Top-Weine aus Frankreich.  

Brasserie Collette, Passauer Str. 5–7, Schöneberg, tägl. 12–15, 18–23 Uhr, Tel. 21 99 21 74, www.brasseriecolette.de


Tarte Tatin und Ratatouille bei französischer Musik genießen

Pariser Charme mit französischer Musik und mediterran angehauchter Küche gehört zum Konzept des im Herbst 2012 eröffneten Bistros an der Torstraße. „Sucre et Sel“ heißt es schlicht – Zucker und Salz. Entsprechend werden Tarte Tatin und Crème brûlée wie auch Zwiebelsuppe, Quiche, Ratatouille und Entrecôte serviert. 

Sucre et Sel, Torstrstr. 132, Mitte, Mo.–Fr. 12–24, Sa.+ So. 11.30–24 Uhr,
Tel. 70 03 19 53, www.sucreetsel.de


Bœuf bourguignon aus dem Schmortopf 

Wenn es um Steak Tatar geht, führt kein Weg am „La Cocotte“ vorbei. Der Klassiker, der mit Schalotten, Kapern, Sardellen, Cornichons, Petersilie, Meersalz und Eigelb gereicht wird, steht seit der Eröffnung vor 20 Jahren auf der Karte. Dazu Gerichte aus der Cocotte, dem Schmortopf, so eine Neuinterpretation des Bœuf bourguignon. 

La Cocotte, Vorbergstr. 10, Schöneberg, Di.–Sa. ab 18 Uhr, Tel. 78 95 76 58, www.lacocotte.de


Eine „Heilige Liebe“ am Maybachufer

Eine „saint amour“, eine „heilige Liebe“, empfinden Iris und Gérald Sapart Philibert für die französische Küche. Sie reisen mit ihren Gästen durch eine von Weinen flankierte Welt aus Cognac-Leber-Paté und  Fischklößen mit Flusskrebssauce.

Le Saint Amour, Maybachufer 2, Neukölln, Di.–Sa. 18.30–23.30 Uhr,
Tel. 0175–912 26 09, Le Saint Amour auf Facebook