Komödie

„Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?“ im Kino

So wie der Titel von Lola Randls neuem Film mag sich bald auch der Zuschauer fühlen, denn das stilistische Prinzip ist allzu oft der Holzhammer

COIN FILM/ Svenja von Schultzendorff

Dabei ist der Ansatz reizvoll: Die Paartherapeutin Luisa (Lina Beckmann) beherrscht ihren Beruf zwar leidlich gut, aber in der Beziehung mit Richard (Beckmanns echter Partner Charly Hübner) ist die Luft raus. So vergnügt sich Luisa mit Richards Chef Leopold (Benno Fürmann). Da taucht plötzlich Ann (ebenfalls Lina Beckmann) auf, eine äußerliche identische Gestalt, die jedoch naiv agiert und frei von Zynismus ist. Praktisch, denkt sich Luisa und lässt Ann auf Richard los, während sie nun Zeit für Leopold hat …

Ein klassischer Komödienansatz, voller Verwechslungen und mit psychoanalytischen Ansätzen durchzogen, doch das Ergebnis enttäuscht. Im Gegensatz zu frühe­ren Filmen Randls wie „Die ­Libelle und das Nashorn“ oder „Die Erfindung der Liebe“, die mit Witz und Originalität überzeugten, wählt die Münchner Regisseurin hier allzu oft den Klamauk. So grell und bunt die Ausstattung ist, so agieren hier leider auch die Akteure.

Fühlen sie sich manchmal ausgebrannt und leer? D 2017, 94 Min., R: Lola Randl, D: Lina Beckmann, Benno Fürmann, Charly Hübner, Start: 8.3.

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