Urbane Mobilität

Futuristisch dahingleiten auf dem Hoverboard

Was anfangs wie Science-Fiction klang und später Hollywood-Stars begeisterte, erobert jetzt den Stadtraum: Hoverboards. Sieht so die Zukunft urbaner Mobilität aus?

Hoverboard-Testfahrt auf dem Tempelhofer Feld

Wenn man im Internet nach den Schlagworten „Mobilität“ und „Zukunft“ sucht, stößt man schnell auf Videos und Bilder mit futuristisch anmutenden Geräten mit denen sich moderne Großstädter durch den urbanen Raum fortbewegen. Elektrisch angetrieben und mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, sind diese Vehikel gute Alternativen zum Auto, das viel Platz wegnimmt, derzeit zumeist noch mit Benzin oder Diesel angetrieben wird und 23 Stunden am Tag ohnehin unbenutzt irgendwo herumsteht.

Die Ur-Alternative zum PKW ist natürlich das Fahrrad und mittlerweile auch die vielen E-Varianten davon, die von Rikscha und Lastenrad bis zur schnittigen E-Maschine reichen. Doch in den letzten Jahren vermehren sich die Ideen. Von Elektro-Einrädern bis zum Segway. Letzterer ist heute kaum noch aus dem Stadtbild wegzudenken, zwar ist das elektrisch angetriebene Einpersonen-Transportmittel vor allem eine Bespaßung für Touristen, aber warum sollte es nicht mal zu einer richtigen Alternative für kurze Strecken werden? Auch das gute alte Skateboard erlebt eine Renaissance. Was einst als reines Sport- und Fun-Accessoire galt, ist heute ein amtliches Fortbewegungsmittel. Man sieht doch in Berlin immer mehr Skater, die auf ihren Longboards von A nach B rollen.

Das Rollbrett also hat Potential, erfunden wurde es in den späten 1940er-Jahren in den USA, als gelangweilte Surfer auch mal etwas bei Flaute zu tun haben wollten. Seit dem ist es aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. Doch im Prinzip hat es sich lange nicht verändert. Vier Rollen und ein Brett, fertig ist die Sache. Im zweiten Teil des Hollywood-Kultfillms „Zurück in die Zukunft“ (1989) passierte allerdings etwas neues. Michael J. Fox schwebt da durch ein Amerika der Zukunft auf einem Flugbrett, das sich Hoverboard nannte. Das beflügelte viele Erfinder und seit dem basteln Tüftler auf der ganzen Welt an flugfähigen Boards. Erste Prototypen existieren, ob sie aber irgendwann zur Serienreife taugen ist noch unklar. Was es heute allerdings gibt, ist eine Mischung aus dem Film-Hoverboard und dem Segway: ein elektrisch angetriebenes Skateboard. Seit 2014 sind die echten Hoverboards auf dem Markt und wurden sie anfangs von Stars wie Justin Bieber, Jamie Foxx oder Kendall Jenner euphorisch bejubelt, sind sie heute für jedermann erschwinglich. Im Prinzip sind diese E-Boards ähnlich den Segways: Sie werden elektrisch angetrieben, über Gewichtsverlagerung gesteuert und sie verfügen über eine Antriebsregelung, die sie selbst in Balance hält.

Tatsächlich ist das Fahrgefühl mit keinem anderen Gefährt vergleichbar. Weder Fahrrad, klassisches Skateboard, Inlineskates oder Rollschuhe kommen dem schwebeartigen Zustand nah, das so ein Hoverboard vermittelt. In diesem speziellen Fall geht es um ein „AlienBoard BatWings“. Es leuchtet, kann sprechen und via Bluetooth angesteuert werden, mehr Zukunft geht nicht! Der Autor dieser Zeilen hat es selbst ausprobiert, ohne besonders sportlich zu sein und außer einigen Erfahrungen mit Roll- und Schlittschuhen in der Kindheit, ließ sich das Hoverboard nach kürzester Zeit problemlos kontrollieren. Wie das genau funktioniert, ist schwer zu sagen. Es ist fast so, als würde der Körper die Steuerungslogik intuitiv begreifen. Man verlagert das Gewicht, lehnt sich vor und zurück, bewegt nur minimal die Füße und schon macht das Board was man will und zwanzig Minuten später fährt man Schlangenlinien oder versucht sich an steilen Kurven. Der Akku hält lang genug vor und gefühlt kann man auch recht rasant unterwegs sein, auch wenn es wohl „nur“ zehn bis zwölf Stundenkilometer sind. Man schwitzt nicht, kommt gut voran, es ist nachhaltig und Spaß macht es auch. Schöne Sache!

Wer selbst das futuristische Fahrvergnügen ausprobieren und noch dazu Geld sparen will, bekommt mit dem tip 20 Euro Rabatt bei dem Kauf eines AlienBoards. Der Coupon Code in dem Fall ist „tip-berlin“, den Sie beim Kauf eines Produkts auf www.alienboard.de eingeben können. Und wie das Hoverboard in Aktion aussieht, zeigt dieses Video.

Bilder

Noch sind die Hoverboards eher als Fun und Freizeit-Artikel zu begreifen und nicht als richtige Alternative zu Auto oder Fahrrad, aber das gute alte Skateboard hat ja auch etwas gebraucht und wenn man sich andere technologische Entwicklungen anschaut und die Geschwindigkeit in der aus Ideen, Prototypen und ersten Produkten plötzlich unersetzliche Begleiter im Alltag werden – Tablets, Smartwatches usw. – sind die Hoverboards da sicherlich auf einem guten Weg.

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