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Kunst

Gallery Weekend Berlin 2026: Unsere Highlights

Drei Tage lang öffnen Berliner Galerien ihre Türen für das Publikum und zeigen das Beste vom Besten. Hier sind unsere Empfehlungen
Text: tipBerlin Kunstredaktion
Veröffentlicht am: 30.04.2026
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Foto: Zaire Aranguren, courtesy of the artist and alexander levy, Berlin.
Anne Duk Hee Jordan, Fiona, 2023. Resin, carpet. Installation view, I will always weather with you, The Bass, Miami Beach. © Foto: Zaire Aranguren, courtesy of the artist and alexander levy, Berlin.

Was für ein Auftakt in den Wonnemonat Mai: Das Gallery Weekend feiert vom 1. bis 3. Mai wieder die Berliner Kunstszene. Freut euch auf maximale Reizüberflutung und FOMO-Alarm mit unzähligen Ausstellungseröffnungen, Performances, Talks und Partys. Oder ihr folgt entspannt unseren Empfehlungen durch die Stadt. Zum Auftakt am Freitag locken verlängerte Öffnungszeiten zum Galerie-Hopping, bevor Samstag und Sonntag zum konzentrierten Schauen einladen. Neu ist dabei die Sektion „Perspectives“, die das Programm um sieben ausgewählte Galerien mit besonderen künstlerischen Positionen erweitert. Falls ihr nicht alles schafft – die meisten Ausstellungen laufen noch länger weiter.

Sofern nicht anders angegeben, gelten für das Gallery Weekend 2026 folgende Öffnungszeiten: Freitag von 18 bis 21 Uhr sowie Samstag 19 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Göksu Kunak: „Remains“ in der Galerie Ebensperger

© Max Kneefeld
Göksu Kunak, Spillage (Installation, Mixed Media), 2026. Im Van Abbe Museum während „Make Some Noise – Desire. Stage. Change“ kuratiert von Zippora Elders (MK90714). © Max Kneefeld

Die Berliner Künstlerin Göksu Kunak ist bekannt für drastische Aufführungen, die Klischees vom Orient aufs Korn nehmen. Manchmal geht es fachspezifischer zu: etwa, wenn ihr Körper zur bewegten Skulptur wird – wie in ihren akrobatischen Performances, in denen Zeichnungen entstehen.

Galerie Ebensperger Fichtestr. 6, Kreuzberg, Fr –So 12–18 Uhr, bis 28.6., Performances: 1.5., 20 Uhr, 2.5., 14 Uhr


Jorinde Voigt: „Non-Fiction“ in der Galerie Judin

Jorinde Voigt ist zur Galerie Judin gewechselt. In ihrer ersten Soloschau hier zeigt die Berliner Zeichnerin, Bildhauerin und Malerin neue Serien auf Papier, mit dem das Mal- und Zeichenmaterial unterschiedlich reagiert. Auch Blattgold ist dabei. Vor allem aber spricht aus den Arbeiten Voigts Interesse an Notationen, wie man übrigens schon mehrfach in Ausstellungen des fast benachbarten Museums Kupferstichkabinett sehen konnte.

Galerie Judin Potsdamer Str. 83, Tiergarten, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 6.6.


Ingrid Wiener: „Gobelins, Videos, Schallplatten“ in der Galerie und Buchhandlung Barbara Wien

Ingrid Wiener in der Küche des „Exil“, Berlin, ca. 1974. Foto: Renate von Mangold

In der Galerie Barbara Wien ist erneut Ingrid Wiener zu entdecken: „Gobelins, Films and Dreams“ versammelt aktuelle Arbeiten der 1942 in Wien geborenen Künstlerin und Köchin, die in Berlin unter anderem die Lokale Matala und Exil (Foto) mitgründete. Im Zentrum der Schau stehen ihre eigenwilligen, in aufwendiger Gobelintechnik gefertigten Wandteppiche, die zwischen Körperbildern, Alltagsmotiven und feinen Absurditäten oszillieren. Ergänzt wird die Schau durch intime Traumzeichnungen sowie einen erstmals gezeigten Film von Oswald Wiener, der das Weben philosophisch rahmt. 

Galerie und Buchhandlung Barbara Wien, Schöneberger Ufer 65, 2. Stock, Tiergarten, Mi–Sa 12–18 Uhr, bis 1.8.


Jiyoon Chung: „Dead End“ in der Galerie Anton Janizewski 

In der Sektion „Perspectives“ zeigt Anton Janizewski Arbeiten von Jiyoon Chung. Die in Seoul und Frankfurt am Main lebende Künstlerin richtet ihren Blick auf die leisen Mechanismen von Angst und Kontrolle. In „Dead End“ entwickelt sie eine ortsspezifische Installation, die sich mit Wahrnehmung, affektiver Steuerung und Sicherheitsinfrastrukturen auseinandersetzt. Visuelle Trigger durchziehen den Raum und verschieben das Gefühl von Alltag hin zu latenter Bedrohung. 

Anton Janizewski Weydingerstr. 10, Mitte, Mi–Fr 12–18 Uhr, bis 6.6.


„The Self Assessed“ in der Galerie Max Hetzler

© Rudolf Stingel, Courtesy der Künstler und Galerie Max Hetzler Berlin | Paris | London | Marfa. Foto: def image.
Rudolf Stingel, Untitled, 2016. Öl auf Leinwand © Rudolf Stingel, Courtesy der Künstler und Galerie Max Hetzler Berlin | Paris | London | Marfa.
Foto: def image.

In der Halle der Galerie Max Hetzler an der Potsdamer Straße hat eine Gruppenausstellung zum Thema Selbstporträt Platz. Ihr Titel: „The Self Assessed“, „Die Selbsteinschätzung“. Von Rita Ackermann über Rudolf Stingel (Abb.) bis Rebecca Warren: Die künstlerischen Selbstbetrachtungen werden den Unterschied zu Selbstbespiegelungen im Selfie deutlich machen.

Galerie Max Hetzler Potsdamer Str. 77–87, Tiergarten, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 30.5.


Miriam Umiń & Josefine Reisch: „Poxy Proxy“ in der Galerie Noah Klink

Josefine Reisch hat schon Fantastisches in der Galerie Noah Klink gezeigt: Textilarbeiten, die das Erbe von Barock und Sozialismus vereinen, ein elegant-bissiger Kommentar auf Kulturtümelei wie in Sachsen. Jetzt stellt die in Berlin geborene Künstlerin gemeinsam mit Miriam Umiń aus. Die Absolventin der Universität der Künste verblüfft mit ihren Ideen dazu, was alles Skulptur werden kann. Kohl zum Beispiel.

Galerie Noah Klink Kulmer Str. 17, Schöneberg, Do–Sa 12–18 Uhr, bis 6.6.


Candice Breitz: „Hot Potato” bei KOW

Courtesy die Künstlerin and KOW, Berlin
Candice Breitz, Code of Conduct (I Will Not Make Any More Political Art). Courtesy die Künstlerin and KOW, Berlin

Jüngst umgezogenen auf die andere Straßenseite, präsentiert die KOW Galerie nach einer Einzelschau des Fotografen Tobias Zielony eine Ausstellung einer weiteren Stammkünstlerin: Candice Breitz kommentiert bissig den Streit der vergangenen Jahre um Kunst und Politik. Während des Gallery Weekends werden die Schaufenster zur Bühne für die Performance „Private Dancer“. Breitz` Aufführung „A Song for Esther“ ist für Juni im HAU-Theater geplant.

KOW Galerie Frobenstr. 1, Schöneberg, Mi–Sa 12–18 Uhr, bis 27.6.


Walid Raad: „Like A Rubber Rung on A Ladder“ in der Galerie Thomas Schulte

Erstmals zeigt die Galerie Thomas Schulte Arbeiten des Künstlers Walid Raad. Unter anderem wunderschöne Fotocollagen, deren Motive wie Kristalle oder Mikroorganismen. Es handelt sich jedoch um konzeptuelle Porträts von Vertretern von Gewaltregimes wie Leonid Breschnew, dem Parteichef der KPdSU. Walid Raad ist vor allem für seine fiktive Stiftung „The Atlas Group“ zur Erforschung der Geschichte des Libanon bekannt, die er unter anderem auf der 11. Documenta vorstellte. Ein Interview mit Thomas Schulte über Krise, KI und natürlich Kunst lest ihr hier.

Galerie Thomas Schulte Charlottenstr. 24, Mitte, Di–Sa 12–18 Uhr, bis 6.6.


Anne Duk Hee Jordan: „Riders on The Storm“ in der Galerie Alexander Levy  

Foto: Zaire Aranguren, courtesy of the artist and alexander levy, Berlin.
Anne Duk Hee Jordan, Fiona, 2023. Resin, carpet. Installation view, I will always weather with you, The Bass, Miami Beach. Foto: Zaire Aranguren, courtesy of the artist and alexander levy, Berlin. © Foto: Zaire Aranguren, courtesy of the artist and alexander levy, Berlin.

Anne Duk Hee Jordan untersucht Pflanzen und andere Organismen und lässt sie nach Möglichkeit wachsen. Bei Alexander Levy erweitert die Berliner Künstlerin ihre biologischen Experimente um Maschinen.

Galerie Alexander Levy   Alt-Moabit 110, Moabit, Mi–Sa 11–18 Uhr, bis 18.7.


Thomas Demand in der Galerie Sprüth Magers

Der Künstler, mit dessen Konzeptfotografie 2009 ein Direktor der Neuen Nationalgalerie, Udo Kittelmann, in sein Amt startete, hat die Technik gewechselt. Thomas Demand zeigt bei Sprüth Magers keine Fotografien von Miniaturmodellen, sondern Drucke auf Kupfer. Ihre formale Spannbereite reicht von Naturmotiven bis Abstraktion.

Galerie Sprüth Magers  Oranienburger Str. 18, Mitte, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 1.8.


Farkhondeh Shahroudi in der Galerie Barbara Thumm

Vor sechs Jahren erhielt Farkhondeh Shahroudi den Berliner Hannah- Höch-Preis für ihr Werk aus Skulpturen, Textilarbeiten, Fotografie. Es handelt unter anderem von Flucht, Schrift und kulturellen Verschiebungen. Auch Gedichte schreibt die 1962 in Iran geborene Künstlerin, in Deutsch und Farsi. Bei Barbara Thumm stellt sie nun erstmals aus: Stoffskulpturen, bestickte Torsi und Flechtwerke.

Galerie Barbara Thumm Markgrafenstr. 68 (Passage), Kreuzberg, Mi–Sa 12–18 Uhr, bis 27.6.


Markus Lüpertz in der Galerie Michael Werner

© VG Bild-Kunst Bonn, 2026.Foto: Jens Ziehe, Berlin.
Markus Lüpertz, Haus der Athene, 2025, Mixed Media auf Leinwand, 160 x 200 cm. © VG Bild-Kunst Bonn, 2026. Foto: Jens Ziehe, Berlin.

Im April ist Markus Lüpertz 85 Jahre geworden. Die Galerie Werner feiert das mit einer Einzelschau des Malerstars aus Düsseldorf. Sie zeigt neue Bilder mit klassischen Motiven, die zur Wiedervorlage kamen, wie Totenschädel, Soldatenhelm und einen badenden Menschen.

Galerie Michael Werner Hardenbergstr. 9a, Charlottenburg, Di–Fr 11-18 Uhr, Sa 10–16 Uhr, bis 27.6.


  „Display, Pause, Repeat“ im KaDeWe

Tag und Nacht ist in den Schaufenstern des KaDeWe Kunst zu sehen. Zehn Galerien haben Künstler:innen eingeladen, die Schauflächen mit Kunst zu bestücken. Unter ihnen finden sich David Byrne, Leila Hekmat und Hanne Darboven. Auch im Kaufhaus werden zu Öffnungszeiten zwei Arbeiten von Heiner Franzen und Hanne Darboven zu sehen und zu hören sein. Aber um ehrlich zu sein: Sonnenschein, das Licht der Straßenlaternen und Spiegelungen schränken das Kunstvergnügen ein.

KaDeWe Tauenzien/ Wittenbergplatz, Charlottenburg, Schaufenster 0–24 Uhr,Kaufhaus Mo–Sa 10–20 Uhr


Shinoh Nam: „ Guide to the Interior for a House on Ambiguous Grounds“ in der Galerie Mountains

Ebenfalls aus der Sektion „Perspectives“: Shinoh Nam baut einen Ausstellungsraum, der eher Skizze als fertiges Haus ist. In „A Guide to the Interior for a House on Ambiguous Grounds“ treffen Möbel, architektonische Versatzstücke und skulpturale Eingriffe aufeinander und markieren lose Zonen zwischen Funktion und Bedeutung. Der in Seoul geborene Künstler verhandelt darin Erfahrungen von Verschiebung und Anpassung – zwischen unterschiedlichen Vorstellungen von Fortschritt, Ordnung und Zusammenleben.

Mountains Weydingerstr. 6, Mitte, Mi–Sa 12–18 Uhr, bis 13.6.


Giorgio Griffa: „Retrospettiva“ in der Galerie Walter Storms

ourtesy- Fondazione Giorgio Griffa.
Giorgio Griffa, Tre linee con arabesco n.1428, 1994. Acrylic on canvas (prepared), 85 x 93 cm. Courtesy- Fondazione Giorgio Griffa.

Mit Giorgio Griffa bringt die Galerie Walter Storms eine wahre Legende der italienischen Gegenwartskunst nach Berlin. Charakteristisch für das Schafen des Malers seit den 1970er-Jahren sind lose Stoffbahnen, die ohne Keilrahmen direkt mit feinen Nadeln an der Wand fixiert werden. Seine reduzierten Kompositionen aus Linien, Zahlen und Punkten wirken wie visuelle Rhythmen, die den Status der Malerei jenseits jeglicher Eitelkeit hinterfragen. Eine weitere vielsversprechender Kandidat aus der Sektion „Perspectives“.

Walter Storms Galerie Potsdamer Str. 81a, Tiergarten, Do–Sa 11–18 Uhr, bis 17.7.


Mark Barker: „Whole Property“ in der Galerie Shahin Zarinbal  

Der in Berlin lebende Brite Mark Barker zeigt in seinen neuen Arbeiten, wie wir versuchen, unseren Körper und seine Bedürfnisse zu kontrollieren. Mit Motiven wie Zäunen, Häusern oder Toiletten macht er das Spannungsfeld zwischen Drinnen und Draußen, zwischen Schutzraum und Einengung spürbar. Barker nutzt dabei einen Mix aus Skulptur, Zeichnung und Video, um Momente einzufangen, in denen die menschliche Selbstbeherrschung an ihre Grenzen stößt. 

Shahin Zarinbal Muskauer Str. 24, Kreuzberg, Do–Sa 14–18 Uhr, bis 13.6.


James Turrell: „sensing fields“ in der Galerie Max Goelitz

James Turrell zieht mit seinen Licht-Installationen die Menschen weltweit in seinen zauberhaft-meditativen Bann. Courtesy: Häusler Contemporary Zurich, Foto: Florian Holzherr

Mit „sensing fields“ startet Max Goelitz eine mehrmonatiges Ausstellungsprojekt und den Auftakt macht einer der bekanntesten Lichtkünstler überhaupt: James Turrell. Seit den 1960er-Jahren erforscht der US-Amerikaner, wie Licht Räume formt und Wahrnehmung verändert. In Berlin ist nun erstmals eine Arbeit aus seiner Glass-Serie zu sehen, die den Raum in langsam changierende Farbverläufe taucht. 

Max Goelitz  Rudi-Dutschke-Str. 26, Kreuzberg, Do–Sa 13–18 Uhr, bis 30.5.


Was noch so geht

Auch abseits vom offiziellen Gallery Weekend Programm finden tolle Kunst-Veranstaltungen statt. Neben diesen Empfehlungen legen wir euch das Sellerie-Weekend der Berliner Projekträume und alternativen Kunst-Initiativen ans Herz.

Gallery Weekend Talks

Auch die Berliner Museen mischen mit: Die„Gallery Weekend Art Talks“ laden zu einem kostenfreien Gesprächsformat mit internationalen Gästen in verschiedenen Museen. Etwa in der Neuen Nationalgalerie am Potsdamer Platz. Hier läuft ein dichtes Programm aus Talks und Künstler:innen-Gesprächen in der oberen Halle. Den Auftakt macht am 1. Mai um 14 Uhr Göksu Kunak, gefolgt von Anri Sala im Gespräch mit Edi Rama am 2. Mai um 15.30 Uhr. Am Sonntag sprechen zunächst Katherine Bradford (11 Uhr) und anschließend Markus Lüpertz (14 Uhr).

Teilnehmende Museen der Gallery Talks hier


Volker Kreidler: „Half Life Chernobyl“ im Haus 1

Während dem Gallery Weekend sind die Aufnahmen von Kyjiw im Jahr 1995 zu sehen, wie hier ein verlassener Freizeitpark. Foto: Volker Kreidler

Am 26. April 1986 eskalierte im Reaktorblock 4 des AKW Tschornobyl der bis dahin schwerste Unfall der zivilen Atomkraft. Knapp zehn Jahre später beauftragte das Deutsche Hygienemuseum Dresden den Fotografen Volker Kreidler, die Spuren der Katastrophe für Menschen, Orte und Natur sichtbar zu machen. Aus diesem Auftrag entwickelte sich über Jahre eine vielschichtige Bildarbeit, die von Begegnungen mit Menschen über Naturstudien in der Sperrzone bis zu erneuten Reisen nach Kyjiw im vergangenen Jahr reicht und heute den Blick auf die Ukraine im Krieg schärft. Im eindrücklichen Fotografie-Band „Half Life Chernobyl“ sind Aufnahmen von den 1990er Jahren bis heute versammelt, ergänzt durch Zeitzeugen-Protokollen und Essays.

Haus 1 Berlin Waterloo Ufer, Kreuzberg, 1.–3.5., 14–20 Uhr, Artist Talk: Volker Kreidler im Gespräch mit Michael Biedowicz: So 3.5., 16 Uhr


„60 Jahre. 60 Werke. Edition Block 1966–2026“ in der Edition Block

Statt auf teure Einzelstücke setzt die Edition Block seit 1966 auf das Auflagenwerk als demokratische Strategie. Zum 60. Jubiläum zeigt die Galerie 60 Arbeiten, die von Fluxus-Größen wie Joseph Beuys bis zu aktuellen Positionen von Alicja Kwade reichen. Die Schau macht deutlich, dass Grafiken, Objekte oder Schallplatten keine bloßen Kopien sind, sondern eigenständige künstlerische Setzungen. Ein kompakter Streifzug durch sechs Jahrzehnte Kunstgeschichte, der zeigt, wie Kunst den geschlossenen Sammlerkreis verlassen kann.

Edition Block Prager Str. 5, Wilmersdorf, Mi–Fr 11–18 Uhr, bis 30.8.


Kunstmesse Paper Positions Berlin

Foto: Clara Wenzel-Theiler
Paper Positions Berlin 2025 mit der Keramik-Ausstellung in der zentralen Halle des Flughafen Tempelhof, Foto: Clara Wenzel-Theiler

Berlin kann zwar keine große Kunstmesse aufweisen, aber dafür eine der sicherlich schönsten: In den weitläufigen Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof feiert die Paper Positions das Medium Papier mit einem so internationalen Line-up wie nie zuvor. Rund 70 Galerien aus 14 Ländern, von Argentinien bis Estland, spannen den Bogen von Zeichnungen des 19. Jahrhunderts bis zu aktuellen Positionen. Auffällig ist die wachsende Zahl an Neuzugängen aus großen Kunstmetropolen, die der Messe spürbar neuen Schwung geben. 

Paper Positions Berlin Flughafen Tempelhof Haupthalle, Platz der Luftbrücke 5, Tempelhof, 30.4.–3.5., 1.5.: 13–18 Uhr, 25/ 15 €, 2.5.: 11–20 Uhr, 3.5.: 11–18 Uhr, Eröffnung: 30.4. (25 €) 


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