Podcasts

Podcasts – Die Renaissance des Wortes

In hektischen Zeiten erlebt die Liebe zum gesprochenen Wort eine Renaissance: Denn Podcasts sind so populär wie nie. Beim ersten Podcast-Festival „Auf die Ohren“ versammeln sich nun einige der meistgehörten deutschen Podcast-Macher zur zweitätigen Lausch- und Badeparty in Potsdam – viele davon kommen aus Berlin.

Foto: Saruul Krause-Jentsch/Auf die Ohren GmbH

Manche Leute schalten den Staubsauger aus, wenn Ariana Baborie und Laura Larsson vom Berliner Podcast „Herrengedeck“ darüber philosophieren, wie arg einen der Biss in ein nur halb aufgeschnittenes, belegtes Brötchen beim Bäcker enttäuschen kann. „Trockene Wüste“ sei der nicht aufgeschnittene, nicht belegte Teil für die eine. Ein „kulinarisches Erholungsgebiet“, weil nicht mit Remoulade übersättigt, für die andere.
Es gibt andere Menschen, die versäumen schon mal den nächsten Termin, weil sich gerade Jan Böhmermann und Olli Schulz in „Fest & Flauschig“ gegenseitig ihre Cremes im Hotelbadezimmer erklären. Normale Gleitcreme sei dabei, aber auch Salbe gegen Herpes am Penis. Behauptet Böhmermann jedenfalls.
Und dann gibt es nicht wenige Menschen, die ziehen nach Berlin, um in der Gründerszene die nächste Eine-Million-Euro-Idee anzugehen. Die kommen beim Podcast „Startup“ von Radio-Aussteiger Alex Blumberg auf andere Gedanken. Denn er zeigt launig, was beim Get-Together von Gründern und Venture-Capital-Gebern so alles schief gehen kann.

 

Der Boom vom Hörensagen
Das Comeback des gesprochenen Wortes im Ohr ist das nächste große Ding in der Medienszene – und zwar in Gestalt von Hörformaten „on demand“. Im Gegensatz zu klassischen Radiosendungen haben Podcasts keine festen Sendezeiten, verheißen also totale Flexibilität für den Hörer. Aber mehr noch: „Podcasts sind so beliebt geworden, weil sie eine Form von Intimität ermöglichen“, versucht Jakob, einer der beiden Berliner Köpfe des Podcasts „Beste Freundinnen“, das Phänomen zu erklären. „Kein Mensch will doch allein sein. Und wenn man einen Podcast anmacht, ist man sofort in einer Gemeinschaft. Der Abstand ist auch viel geringer als zu den Leuten im Radio oder im Fernsehen. Du hast das Gefühl, selbst mit am Tisch zu sitzen. Deshalb ist auch das, was erzählt wird, viel privater. “

Deshalb heißt Jakob, wie sein Mit-Podcaster Max, in Wirklichkeit anders, die beiden wollen anonym bleiben.
Jakob macht aber nicht nur Podcasts, neben „Beste Freundinnen“ neuerdings auch „Beste Vaterfreuden“, sondern er hört sich auch noch selbst welche an – und zieht sich dabei das Innenleben der anderen rein.
Und er gehört zu den Köpfen des ersten deutschen Podcastfestivals „Auf die Ohren“ am 28. und 29. Juli am Fahrlander See in Potsdam. Anfang September zieht das Unterhaltungsportal „Mit Vergnügen“ mit einem Podcast Fest im Funkhaus Berlin nach.

„Beste Freundinnen“ zieht nach eigenen Angaben pro Folge 120.000 Hörerinnen und Hörer zwischen 16 und 76 Jahren Lebensalter an. Richtig gelesen: 76 Jahre alt war die älteste Hörerin, die den „Besten Freundinnen“ einen Brief schickte. Podcast ist also kein Teenie- oder Twentysomething-Phänomen. Mit der großen Altersspanne erklären sich auch andere hohe Zahlen. „Herrengedeck“, als Zwei-Frauen-WG mit Molle und Korn gewissermaßen der Komplementär-Podcast zu den „Besten Freundinnen“ , erreicht mit jeder Folge etwa 100.000 Leute. „Fest & Flauschig“ von Jan Böhmermann und Olli Schulz, der wohl wirkungsmächtigste deutsche Postcast, kommt gar auf mehrere 100.000 Hörer.

Gegenüber den USA, dem Podcast-Pionierland, ist das noch wenig. Alex Blumberg kann mit seinem Sparten-Podcast aus dem Gründermilieu pro Folge etwa eine Million Leute mobilisieren. „Serial“, der Chicagoer Podcast, der Mordfälle aufzuklären versucht, passierte längst die Marke von 175 Millionen Downloads. „Serial“ ist, das muss auch erwähnt werden, ein aufwendig produziertes Format von investigativem Journalismus. Hiesige Podcast-Formate sind meist Lichtjahre davon entfernt.
Aber sie treffen den Nerv der Hörerschaft. So sehr, dass die etablierten Medien nun selbst in die Podcast-Szene einsteigen – und dabei gern vergessen, wie stark sie die letzten 20 Jahre auf teuer bezahlte Berater gehört und das gepflegte Wort der Unterhaltung und Skandalisierung geopfert haben. Sei es drum, das Pendel schwingt jetzt zurück.

Seit letztem Jahr lädt sich etwa Jochen Arntz, Chefredakteur der „Berliner Zeitung“, Gäste ein, um mit ihnen über Themen wie zwischengeparkte VWs auf dem BER zu reden. „Stimmenfang“, der Politik-Podcast von Spiegel Online, ebenfalls 2017 das erste Mal auf Sendung, ist pointierter. Und mit „Wer hat Burak erschossen?“ lieferte der RBB sogar ein fast ebenbürtiges Pendant zu „Serial“; Thema ist der seit 2012 unaufgeklärte Mord an Burak Bektaş, einem deutsch-türkischen jungen Mann in Neukölln.

Überhaupt ziehen die Öffentlich-Rechtlichen nach: In der neuen ARD-Audiothek sind viele der qualitativ sehr guten Hörspiele und Features jetzt auch Monate nach der Ausstrahlung noch verfügbar. Die Bedeutung der Nutzeroberfläche von Smartphones hat sich eine Dekade nach dem ersten iPhone und dem Launch des Betriebssystems Android offenbar auch bis in die obersten Gremienhöhen herumgesprochen. Wobei man hier den Deutschlandfunk lobend erwähnen muss. Schon länger stellt die Berlin-Kölner Sender-Kombination die meisten ihrer Wortbeiträge – und derer gibt es viele! – ein Jahr lang online zur Verfügung. Pfiffige Hörspielredakteure lassen die besten Produktionen kurz vorher erneut senden und verlängern so die Frist.
Das ist Kreativität in großen Apparaten. Zusätzlich entsteht gegenwärtig ein richtiges, von Weltpolitik (beim von den Auslandskorrespondenten bestückten Deutschlandfunk-Politik-Podcast) bis Fahrradfahren im Kiez (der Radfunk) reichendes Podcast-Netz.

 

Reden statt Bloggen
Aber auch vom anderen Ende her, den freien autonomen Einzelindividuen, die bisher als Blogger und Youtuber die Mitwelt an ihrem Veräußerungsdrang teilhaben ließen, wird zunehmend der Mitteilungskanal Podcast genutzt – oder einfach ein Privatvergnügen öffentlich. Die Moderatorin Sarah Kuttner und der Medienjournalist und „Bildblog“-Gründer Stefan Niggemeier zum Beispiel frönen im „Kleinen Fernsehballett“ ihrem Lieblingshobby, bewegte Bilder zu gucken und dann darüber zu plaudern. Sei es nun Fernsehen, Netflix oder Youtube.
Entstanden sein soll die Idee beim gemeinsamen Hundeausführen. Und weil man zum Podcasten nicht mehr als ein Aufnahmegerät und ein Schnittprogramm braucht, von denen einige recht gute Varianten kostenfrei verfügbar sind, wird vieles, was einst nur für wenige Ohren bestimmt war, nun in die weite Welt hinausposaunt. Das ist die leicht kulturpessimistische Perspektive aufs Podcasten.

Die optimistische, ja euphorische Perspektive geht so: Podcasts erhöhen wieder die Aufmerksamkeitsspanne. Nicht selten hört man eine halbe oder gar ganze Stunde einer oder zwei Personen beim Diskutieren zu. Man folgt mäandernden Gedankengängen und klickt sich auch dann nicht aus, wenn ein Satz mal im Nirgendwo landet. Die auf Zapping und Videoclip-Länge konditionierte Kürzest-Konzentrationsfähigkeit erfährt so ungeahnte neue Weiten: ein kontinuierlicher Hörstrom. Es ist fast wie beim alten Radio unserer Vorfahren. Man nimmt sich wieder Zeit. Und bleibt dran.
Fast paradox wirkt diese Entwicklung, ist man doch vielerorts überzeugt, der Medienkonsument habe keine Geduld mehr für lange Formate. Doch gerade in unsere rasant getaktete Zeit passen Pod-casts ganz wunderbar, glaubt Johanna Sebauer, Gastgeberin des „BredowCasts“, dem Podcast des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung in Hamburg. „Einerseits kann man sie gut nebenbei konsumieren. Das geht mit Fernsehen oder Zeitunglesen nicht“, sagt Sebauer. „Für Menschen, die aus jeder Minute ihres Tages etwas herausholen wollen, bieten Podcasts Information und Unterhaltung für unterwegs.“ Andererseits seien Podcasts ein entschleunigtes Medium. „Für Menschen, die zur Ruhe kommen und aus der Hektik für eine Zeit ausbrechen wollen, ist gerade das sehr anziehend.“

Foto: screena photocase

Der Rausch der Pionierzeit
Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich das Format durchsetzt. „Vielleicht wird die Fülle abnehmen, denn die ist momentan unüberschaubar“, sagt Sebauer. Viele Podcasts werden wieder verschwinden – aber die wichtigen könnten sich durchsetzen. Allerdings werde sich ein besseres Empfehlungssystem etablieren müssen, wie es für andere Medien schon existiert. „Bislang finden wir interessante Podcasts nur über Empfehlungen durch Freunde oder durch die Trends, beispielsweise bei iTunes“, sagt Sebauer. „Das sagt aber noch nichts über die Qualität der Inhalte aus.“

Gerade wuchert er wild, der Podcast-Dschungel. Allerdings droht der coolen und egalitären Kommunika-tionspraxis Podcast längst auch schon wieder die Vereinnahmungsgefahr. Der Plattformgigant Amazon drängt mit Audible in die noch halb-anarchische Podcast-Szene hinein und droht, sie in einen Markt zu verwandeln. Unternehmen entdecken zunehmend Podcasts als Mittel, um ihre Mitarbeiter zu schulen – und um Kunden zu binden. Das Podcast-Format läuft damit Gefahr, ein Erklär-, Belehr- und Disziplinar-Tool zu werden. Grausige Vorstellung.
Noch aber sind wir in den rauschenden Pionierzeiten dieser Medienform. Aktuell wird die Podcast-Welle auch dadurch angetrieben, dass die beliebtesten Podcaster mittlerweile sogar live auftreten. Böhmermann & Schulz füllten zum Beispiel zu Weihnachten das Tempodrom. Da kamen 2.500 Zuschauer.

Erfahrungen, vor Publikum ihre Podcasts zu machen, haben auch die beiden Berliner und „Beste Freundinnen“-Podcaster Max und Jakob. „Es war am Anfang ungewohnt. Die klassische Podcast-Situation ist ja, dass du zu zweit zu Hause bist und gar nicht daran denkst, dass dir jetzt 120.000 Leute zuhören“, sagt Jakob. „Man gewöhnt sich aber daran, die Community zu sehen.“ Er mag den direkten Kontakt mit den Hörerinnen und Hörern, die plötzlich Zuseherinnen und Zuseher werden. „Die Themen kommen ja auch von den Leuten. Wir lassen am Anfang einen Hut rumgehen, in den jeder einen Zettel mit seinem Thema werfen kann“, erzählt er. „Wir greifen dann rein. Und die Leute wissen, dass das Thema von jemandem aus dieser Runde kommt. Das schafft eine ganz neue Zusammengehörigkeit.“
Von anderen Podcastern weiß er, dass die das Publikum als Geräuschemacher in den Erzählstrom integrieren. Geht es in den Wald, ahmt es das Getier und den Wind in den Bäumen nach. Landet ein Hubschrauber auf der Lichtung, wird das Schwingen der Rotorblätter akustisch erzeugt. „Auch so entsteht eine Gemeinschaft“, sagt Jakob.

 

2.500 Quadratmeter Festivalfläche
Weil er und Kumpel Max so begeistert von dieser Live-Situation sind, heben sie nach eigenen Angaben Deutschlands erstes Podcast-Festival aus der Taufe. Dazu haben sie sich in ein Waldgrundstück am Fahrländer See begeben. Jakob sagt: „Es ist etwa 5.000 Quadratmeter groß, weil aber alles so verwunschen und zugewachsen ist, haben wir etwa 2.500 Quadratmeter Fläche. Das ist ausreichend für zwei Bühnen, 600 Leute, Bars und Foodtrucks.“

Seit Juni ackern die „Besten Freundinnen“ hier. Als der tip vor Ort aufkreuzt, hantiert Max gerade mit einer großen Axt. Zu seinen Füßen liegen bereits aus Ästen geformte Buchstaben, die den Festivalnamen „Auf die Ohren“ ergeben. Dort, wo die zweite Bühne hin soll, stand Anfang Juli noch ein Toilettenhäuschen. „Das kommt natürlich weg, aber die Tür mit dem eingeschnitzten Herz bleibt erhalten. Das wird der Eingang zum Backstage-Bereich“, erzählt Jakob, der Vielredner bei den „Besten Freundinnen“, der in seinem Brotjob in der Medienbranche unterwegs ist.
Ansonsten wird es auch eine Plattform geben, von der aus man mit Tretbooten und Stehpaddeln in See stechen kann. Oder man badet, chillt. „Wir wollen, dass sich die Leute so fühlen, als seien sie zu Besuch bei Freunden“, sagt Jakob.

Am 28. und 29. Juli geht es dann um 11 Uhr mit einem Yoga für alle los. Danach kommen die ersten Podcast-Acts, zwischendurch DJ-Sets. Die reichweiten-stärksten Podcasts kommen dann gegen 15, 16 Uhr, viele davon aus Berlin.
Die Gastgeber sind dabei. Und „Herrengedeck“ ebenfalls, die auch schon mal einen Vierer-Podcast zusammen mit Jakob und Max gemacht haben. „,Gemischtes Hack‘ und ‚Schwarzes Konfetti‘ machen klasse Comedy Podcast. ‚Besser als Sex‘ ist eine grandiose Mischung aus Sex und Comedy. Der ‚11Freunde‘-Podcast kann, wie wir alle wissen, viel mehr als nur über Fußball reden. Es geht um die Emotionen und Leidenschaften, die der Fußball auslöst“, sagt Jakob.

Aus Aschaffenburg sind „Prosecco-Laune“ dabei, aus Wien „Gusch, Baby“, mit klassischem Wiener Schmäh. Die Sex- und Beziehungspodcasts überwiegen beim „Auf die Ohren“-Programm. Das ist auch kein Wunder, wenn man die Kernkompetenz der „Besten Freundinnen“ betrachtet. Die liegt eben im Beziehungs-Analyse-Talk.

Foto: Saruul Krause-Jentsch / Auf die Ohren GmbH

Podcast schlägt Tinder
Kennengelernt haben Jakob und Max sich im Übrigen über Wake Boarding, Wassersport also. „Ich hatte ein Boot. Max hatte davon gehört und kam über gemeinsame Freunde. Mir hat das damals gar nicht so geschmeckt“, erzählt Max. „Ja, neue Leute schmecken ihm gar nicht“, grinst Jakob. Und plötzlich sind beide ganz auf Podcast-Modus. „Du wirkest auf mich so arrogant“, ruft Max sich die Szene in Erinnerung. Und Jakob kontert: „Du auf mich übrigens auch. Als ich dich zuerst gesehen hatte, dachte ich: Was für ein arroganter Pisser kommt denn da angeschlichen?“
Bevor jetzt noch Äxte und Spaten fliegen, deeskaliert Max: „Irgendwie ist daraus eine ganz intensive Freundschaft entstanden. Vor vier Jahren sind wir auf die Idee gekommen: Wir quatschen ja ohnehin schon viel miteinander. Warum nehmen wir das nicht auf und gucken, ob sich das irgendwer anhört.“

Inzwischen sind Max und Jakob Stars der Podcast-Szene, sind auf Spotify und iTunes gelistet. Vor allem Frauen hören den beiden Mittdreißigern zu, wenn sie über Freundschaft zwischen Mann und Frau oder die große Beziehungsbandbreite zwischen One Night Stand und fester Partnerschaft reden.
Jakob hat sogar seine jetzige Beziehung dem Podcast zu verdanken. „Meine Freundin hat mir gesagt, wenn sie nicht zufällig meinen Podcast entdeckt hätte, wäre sie mit mir gar nicht zusammengekommen. Denn dort war ich ganz anders als bei unseren Dates. Bei den Dates hatte ich gedacht, ich muss jetzt den Harten geben. Erst über den Podcast hat sie meine andere Seite entdeckt“, erzählt er. Podcast kann also Tinder schlagen. Jakob und seine Freundin haben inzwischen ein sechsmonatiges Kind – Trigger auch für „Beste Vaterfreuden“. Max sagt: „Wir versuchen da, perfekte Väter zu sein und zeigen, wie wir dabei scheitern.“

Auf dessen Beziehung hatte das Ursprungs-Podcast übrigens einen eher dramatischen Effekt. Das jedenfalls beteuert Jakob, als er die Geschichte in Max‘ Abwesenheit zum Besten gibt. „Max hat seiner Freundin zweieinhalb Jahre lang nicht von dem Podcast erzählt. Als sie davon erfahren hat, hat sie sich emotional betrogen gefühlt“, berichtet er. Denn Max würde seinem besten Freund, seiner besten Freundin, Dinge offenbaren, die er seiner Partnerin eben nicht erzählte. Normal für beste Freundinnen, dazu hat man sie ja. Nur hörten hier Zehntausende, ja Hunderttausende mit.
Die „Besten Freundinnen“ haben diesen Aspekt natürlich auch in ihren Folgen aufgearbeitet. Und Jakob, studierter Psychologe, sieht in den Podcasts sogar echtes Heilungspotential. „Wenn wir das noch zehn Jahre machen, sind wir austherapiert“, prognostiziert er lachend.
Stammhörer und Stammhörerinnen geht das vielleicht so ähnlich.

 

Podcast-Festvial „Auf die Ohren“, Am Fahrlander See, Potsdam, 28.+29.7., Beginn 11 Uhr, Anreise per Fahrrad oder Shuttle von Potsdam Hauptbahnhof, Eintritt 45 € (inklusive Bootsnutzung), www.auf-die-ohren.com

 

Gehirnfick – „Besser als Sex“

Podcast „Besser als Sex“ Ines Anioli und Leila LowfireIhr Podcast in einem Satz?
Bei „Besser als Sex“ geht es um alles, das im Bett schief laufen kann, aber auch die kleinen Dinge, die richtig guten Sex ausmachen, also Essen.
Seit wann?
Seit 2016 gibt es uns im Podcastbereich zu hören, seit 2018 heißen wir „Besser als Sex“.
Wie oft?
Einmal die Woche, donnerstags.
Wie viele Hörer?
Über 150.000 Hörer und Hörerinnen pro Episode.
Größte Herausforderung dabei?
Sex zu haben.
Bester Satz bisher?
„Kauft Tickets für unsere Unfuckable Live Tour“. 

Mutter, Vater, Kinder – „Mit Kindern leben“

Foto: Marcus RichterIhr Podcast in einem Satz?
Patricia Cammarata, die zu ihrem eigenen Erstaunen ein Sachbuch zum Thema tiefenentspannten Umgang mit Kindern geschrieben hat und Caspar Clemens Mierau, der eine ziemlich lustige wöchentliche Kolumne über das Familienleben mit drei Kindern schreibt, reden in halbstündigen Gesprächen über ganz alltäglichen Elternthemen.
Seit wann?
Seit 15. März 2018.
Wie oft?
Zwei Mal im Monat, jeweils am 1. und 15. des Monats wird eine Folge veröffentlicht.
Wie viele Hörer?
Durchschnittlich 3.500 Downloads pro Folge.
Größte Herausforderung dabei?
Mit mehr als fünf Kindern einen Termin und einen Ort zu finden, an dem die beiden ungestört aufnehmen können.
Bester Satz bisher?
„Nur weil andere Menschen auch Kinder haben, habe ich nicht gleich Lust, mit denen meine Freizeit zu verbringen.“

 

News auf Englisch – „Radio Spaetkauf“

Foto: Hemano SilverIhr Podcast in einem Satz?
Die Berlin News Show, mit Gesprächen über Lokalpolitik, öffentlichen Nahverkehr, Polizei, Fahrräder, Bars, Architektur und Flughäfen – auf Englisch, aber auch für Deutsche interessant.
Seit wann?
Radio Spaetkauf redet seit 2011 über Berlin, noch bevor Podcasts cool wurden. Begonnen wurde mit Aufnahmen aus der Küche, mittlerweile werden Liveshows mit Publikum aufgenommen.
Wie oft?
Mehrmals pro Monat: es gibt eine monatliche Liveshow, die vor Publikum aufgenommen wird; zwei kürzere Studio-Updates für RadioEins; und ab und zu eine Spezialserie, wie die Spin-Off „How To F#€k Up An Airport“ über den BER.
Wie viele Zuhörer?
Bis zu 3.000 pro Episode.
Die größte Herausforderung?
Es ist eine Herausforderung, zu beschreiben, wie Berlin sich verändert, ohne wie ein Jammerlapppen zu klingen. Versucht wird positive Wege vorzuschlagen, wie die Stadt ihren Wandel bewältigen kann, sodass alle Bürger davon profitieren – alte und neue.
Bester Satz bisher?
„Every Berliner knows the new airport isn’t finished yet. Few know exactly why. We’re here to explain.“

 

Der Wissen-Schaffer – „Elementarfragen“

Foto: Julia ZimmermannIhr Podcast in einem Satz?
Auf der Suche nach Antworten hinter dem Offensichtlichen und menschlichen Beweggründen auf der Spur, stellt Nicolas Semak im Interview die „Elementarfragen”.
Seit wann?
Die „Elementarfragen“ erscheinen beim Podcastlabel Viertausendhertz seit 2016 als professionelle Produktion und starteten als Hobbyprojekt im Jahr 2013.
Wie oft?
Die „Elementarfragen“ erscheinen im Monatstakt.
Wie viele Hörer?
Jede Folge hat innerhalb des ersten Monats sechsstellige Abrufe. Also über 100.000 Abrufe im ersten Monat. Hörerzahlen lassen sich im Podcastbereich nicht direkt messen.
Größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung ist die intensive Vorbereitung auf die Gäste, die dem Grundkonzept des Formats entsprechend eine komplexe Biographie und Geschichte mitbringen.
Bester Satz bisher?
„Sascha Lobo sagte in der aktuellen Folge im Kontext des aktuellen Rechtsrucks in Europa und der Welt: Wir sind in einem Kampf. Neutralität ist keine Option.“

 

Zeitsprünge – „1000 Tage Techno“

Foto: privatIhr Podcast in einem Satz?
Kurz vor dem 30-Jahre-Love-Parade-Jubliäum trifft Jürgen Laarmann die Protagonisten der Technobewegung und Influencer der 90er wieder und diskutiert mit ihnen über die letzten Techno-Geheimnisse und -Erkenntnisse – und was man aus der Geschichte lernen kann…
Ab wann?
10. August
Wie oft?
Alle 14 Tage
Größte Herausforderung dabei?
Schonungslosigkeit – auch sich selbst gegenüber!
Bester Satz bisher?
„Verdammt! Sind denn wirklich alle Drogendealer von damals Heilpraktiker geworden?“

Polit-Podcast – „Lage der Nation“

Ihr Podcast in einem Satz?
Einmal in der Woche lassen der Journalist Philip Banse und Jurist Ulf Buermeyer das politische Geschehen in Deutschland analytisch, unterhaltsam und meinungsfreudig Revue passieren.
Seit wann?
Seit 13.3.2016
Wie oft?
Einmal pro Woche
Wie viele Hörer?
70.000–100.000
Größte Herausforderung dabei?
Fakten haben und Analysen bieten, die neue Perspektiven liefern.
Bester Satz bisher?
Keine Angabe.

Foto: benicce / photocase 

SEX
Besser als Sex
Ines Anioli und Leila Lowfire reden explizit über Analsex, Fußfetische oder Fuckboys. tinyurl.com/yaa5xlen
Beste Freundinnen
Max und Jakob teilen alles, ob es nun um Sex, Fremdgehen oder Liebeskummer geht. beste-freundinnen.podigee.io

 

FILM, FERNSEHEN & KULTUR
Theaterpodcast
Monatlicher Theatertalk mit Elena Philipp und Susanne Burkhardt. tinyurl.com/ybvwq465
Serienjunkies
Mit viel Liebe zum Detail werden hier die Serienlieblinge der Redaktion besprochen. serienjunkies.de/podcast

Das kleine Fernsehballett
Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier reden über den grauen Kastenfreund im Wohnzimmer. kleinesfernsehballett.de
Breitband
Podcast des Deutschlandfunk über Medien und digitale Kultur. tinyurl.com/y8hkjlwu

 

STADTLEBEN
Tonbank
Von einer Parkbank aus erklären Stefan und Stephan die Welt. tonbank-berlin.com
Küchenradio
Reportagen zu Veranstaltungen, Kultur und Berliner Lebensgefühl. kuechenstud.io/kuechenradio
Stammtisch
Berlin-Podcast der Deutschen Welle mit Damien McGuinness. tinyurl.com/ybxvwxre

Taxizentrale Ulrich Krause
Für Radio Fritz kutschieren David Krause und Max Ulrich Berliner Persönlichkeiten durch die Stadt. tinyurl.com/y7ubg2po
Radio Spaetkauf
Englischsprachiger Podcast über Bars, Bikes, Politik und mehr. radiospaetkauf.com/category/podcasts/

 

POLITIK
Politricks
Peter Fox spricht mit Spezialisten aus Politik und Wirtschaft. radioeins.de/archiv/podcast/politricks
Lage der Nation
Tagespolitische Themen, kompetent diskutiert. kuechenstud.io/lagedernation
Deutschlandfunk Politpodcast
Korrespondenten schildern ihre Sicht auf weltpolitische Themen. tinyurl.com/y8b364e5
Tom Pritlove: Fokus Europa
Europapolitik-Talk der Heinrich-Böll-Stiftung unter Moderation von Podcast-Koryphäe Pritlove. fokus-europa.de
Rot-grüne Brille
Lucas Gerrits und Fréderic Ranft betrachten das Weltgeschehen aus linksliberaler Perspektive. tinyurl.com/y7gsapuv

 

LIFESTYLE, MODE, FOOD
Jane Knows Wayne
Die Bloggerinnen Nike und Sarah Jane sprechen über Mode, schlagen aber auch kritische Töne an. thisisjanewayne.com/news/category/podcast/
Herrengedeck
Fast schon legendär: Bei Ariana und Laura gibt‘s „Realtalk“, ob über Beziehungen oder Klopapier. herrengedeck24.de

Vegan Queens
Bei Sophia Hoffmann, dem Star der veganen Szene, geht es um Food Art, Nachhaltigkeit und mehr. sophiahoffmann.com/podcast

 

MUSIK
Thema Takt
Bei Tobias Willinski dreht sich alles um Hip-Hop. thematakt.de

 

TALK & THEMA
Krömer and Friends
Kurt Krömer und Jakob Hein laden spannende Gäste zum Talk. tinyurl.com/y8k64hvt
Spreeblick
Re:publica-Veranstalter Johnny Haeusler debattiert über Pop und Gesellschaft. fluxfm.de/improgramm/spreeblick

Endlich. Wir reden über den Tod
Susann und Caro reden mit Gästen über die Endlichkeit. endlich.cc
Durch die Gegend (Viertausendhertz)
Christian Höller quatscht beim Spazieren mit Künstlern, Politikern oder Wissenschaftlern. tinyurl.com/ybak9eul

 

MÜTTER & VÄTER
Mit Kindern leben
Patricia Cammarata und Caspar Clemens Mierau teilen Erfahrungen aus dem Elternleben. mkl.wtf
Beste Vaterfreuden
Max und Jakob, bekannt aus „Beste Freundinnen“, reden hier übers Familienleben. beste-vaterfreuden.podigee.io

 

FEMINISMUS
Unter eins
Beim Podcast der Female Future Force von Edition F spricht Silvia Follmann mit Gästen über berufliches und privates Durchstarten. tinyurl.com/y98so2vd
Der lila Podcast
Feministische Debatten mit teils prominenten Gästen. Berlin-Münchner-Co-Produktion. lila-podcast.de
Rolemodel
Erfolgreiche Frauen, zum Beispiel Anne Will, erzählen aus ihrem Job- und Alltagsleben. soundcloud.com/rolemodels_de

 

COMEDY UND ALLTAG
Fest & Flauschig
Der Klassiker mit Jan Böhmermann und Olli Schulz. festundflauschig.de

Mit Verachtung
Rapper Casper und Wave-Popper Drangsal reden: über Gesellschaft, Nonsens und sich selbst. tinyurl.com/yboo7eel
Mikrodilettanten
„Ein beispielloses Coming-Of-Age-Format für eventorientierte Großverlierer“, wie es die drei Herren formulieren. viertausendhertz.de/mikrodilettanten
Der Weisheit
Lebenskunde mit vier Diskussionsteilnehmern. blog.richter.fm/category/podcast/derweisheit

 

GESELLSCHAFTSKRITIK
Systemfehler
Christian Conradi spricht über die zur Selbstoptimierung getriebene Gesellschaft. viertausendhertz.de/systemfehler

Kommentiere diesen Beitrag