Kommentar

„Goldrausch“ von Stefanie Dörre

George Clooney und Brad Pitt wird man wohl nicht bekommen können für die Berliner Version von „Ocean’s Eleven“. Aber vielleicht Ben Becker, der könnte die Goldmünze doch hochwuchten

Stefanie Dörre

Und Tom Schilling, der könnte sie auf die S-Bahngleise fallen lassen. Dann noch Benno Fürmann als erpressbarer Museumswärter. Und Karoline Herfurth könnte den Kustos verführen. Den Film nenne ich dann „Fuggers vier“.
Das Münzsammlermilieu stelle ich mir dröge vor, aber eine 100-Kilo-Goldmünze im Wert von 3,7 Millionen Euro mit Leiter und Schubkarre durch ein Fenster des Bodemuseums zu entwenden, das ist sagenhaft guter Stoff – mit komödiantischen Möglichkeiten. Allerdings muss ich für mein Drehbuch noch ein paar Plot-Probleme lösen. Woher hatten die Diebe den Tipp? (Fürmann mit nebulöser Numismatiker-Vergangenheit ausstatten!) Warum heulte die Alarmanlage nicht los? (Abgestellt wegen hochsensibler Bauarbeiten am Pergamonmusem.) Warum haben die Nachtwächter nichts gehört? (Irgendwas mit Drogen.) Warum hat der Kustos das sagenhaft hässliche Ding überhaupt in die Ausstellung reingenommen? (Irgendwas mit Sex.) Und wieso haben die Polizisten, die Luftlinie 250 Meter vom Tatort entfernt vor Angela Merkels Wohnung bewachen, nichts gemerkt? (Irgendwas mit Spielsucht.) Doch eine Lösung habe ich aber schon: Die Diebe schmuggeln die Münze in einem großen Käse versteckt, der natürlich nach einem 1500 Jahre alten Rezept in einem kleinen schweizer Bergdorf handgeschöpft wurde, aus der Stadt.

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