Psychedelic Pop

Grizzly Bear im Huxley’sHuxley’s

Grizzly Bear hört man an, dass sie auch auf Jazz und Klassik stehen

Foto: Tom Hines

Selbstverständlich war es nicht, dass da noch etwas kommt. Am Ende der Tour zum letzten Album „Shields“ waren Grizzly Bear ganz schön müde. Erst einmal wurden Familien gegründet oder aufgelöst, Sänger Ed Droste etwa durchlebte eine bittere Trennung. „Es war notwendig, mal wieder im eigenen Leben einzuchecken“, erklärt Chris Taylor, der Bassist. Und das findet mittlerweile in ganz unterschiedlichen Welten statt, drei Viertel der einst in Brooklyn beheimateten Band leben mittlerweile an der Westküste. Zwischenzeitlich, bevor es ihn nach Los Angeles zog, machte Taylor Station in Berlin und hospitierte zudem im Sterne-Restaurant Restaurant Noma in Kopenhagen.

Umso erfreulicher, dass sie doch wieder zusammenfanden und mit „Painted Ruins“ ein neues, tolles Album herausbrachten. Erste Ideen und Songskizzen teilten sie über eine Dropbox miteinander. Und das Album besitzt wieder die Qualitäten, die diese Band seit „Yellow House“ (2006), ihrem Debüt in heutiger Besetzung, ausmachen: Ihre Folkpop-Psychedelik, der man Jazz- und Klassik-Sozialisation der Bandmitglieder anhört, ist im besten Sinne nachhaltig. Die Songs entwickeln nicht selten ein Eigenleben und klingen immer wieder anders auf ihren Konzerten. Kein Wunder, hat diese Band eine längere Halbwertszeit als manch anderes Aushängeschild des Sounds of Brooklyn der Nullerjahre. Auf dass dies nicht ihr letztes Album war!

Huxley’s Do 12.10., 20 Uhr, VVK 24,50 €

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