Tanzfilm

„Heartbeats“ im Kino

Ein Mix aus US-amerikanischen Hip-Hop-Streetdance und Bollywood-Spektakel

Foto: Capelight

Duane Adler war Drehbuchautor bei allen fünf Filmen der „Step Up“-Reihe. Neu ist an „Heartbeats“ nun vor allem die Kombination von Hip-Hop-Streetdance mit dem Tanzstil der Bollywood-Musicals. Ansonsten ist der Plot bekannt: Kelli will zum Entsetzen ihrer Eltern nichts als tanzen und bereitet sich mit ihrer Hip-Hop-Crew auf einen TV-Wettbewerb vor. Zur Strafe muss sie die Eltern zu einer Hochzeit bei Vaters indischem Geschäftsfreund begleiten. Doch studiert die Hochzeitsgesellschaft Bollywood-Choreografien ein. Kelli kommt dem indischen Tänzer Aseem näher.

Die Tanzszenen sind prächtig, der Rest ist weitgehend vorhersehbar. Etwas Variation des bekannten Musters entsteht dadurch, dass Adler seinen Figuren mehr Hintergrund gibt. Vor allem nimmt er sich Zeit, das Auseinanderdriften von Kellis Familie zu erzählen. Nach dem Tod des Sohnes sind die Eltern einander fremd geworden, Kelli fungiert als Ersatzmutter für ihre jüngere Schwester. Konflikte, Rettungsversuche und Sprachlosigkeit erzählt der Film durchaus glaubwürdig. Im Showdown kommen alle Erzählfäden zusammen und kulminieren im Finale einer TV-Tanzshow. Ebenfalls bekannt aus den „Step Up“-Filmen: Die Bösen erkennt man an ihren martialischen Choreographien. Die Guten sind bunt, humorvoll und queer-affin.

Heartbeats USA 2017, 107 Min., R: Duane Adler, D: Krystal Ellsworth, Amitash Pradhan, Start: 10.8.

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