Kino & Film in Berlin

„Hinter der roten Linie“ im Kino

Leben nach Allahs Plan: In dem Dokumentationsfilm geben deutsche Muslime Auskunft über ihre religiöse Wende.

Hinter der roten Linie

Dass deutsche Staatsbürger ohne Migrationshintergrund sich zum Islam bekehren, ist nach wie vor ein seltener Fall. Es steckt in der Regel eine besondere Geschichte dahinter. Zu groß sind die kulturellen Unterschiede zumal für Frauen, die sich verpflichtet fühlen, ein Kopftuch zu tragen. In dem Dokumentarfilm „Jenseits der roten Linie“ stellen Stephan Liskowsky und Dinah Münchow drei Menschen muslimischen Glaubens vor, die in Ostdeutschland sozialisiert wurden und ihrem Leben irgendwann eine persönliche Wende gegeben haben.
Oliver fand als Rucksackreisender im Jemen über eine Sprach- und Religionsschule zum Glauben an Allah. Margaret sprach in Pakistan vor einem Rechtsanwalt das Glaubensbekenntnis, um ihren Freund heiraten zu können, mit dem sie dann bald ein Kind bekam. Juliane wurde in Dresden in einer Moschee auf einen Weg geführt, der ihr im Rückblick dann bald als immer schon für sie vorhergeschrieben erscheinen musste. Liskowsky und Münchow konzentrieren sich weitgehend auf die Berichte ihrer Protagonisten, ein analytischerer Blick verbietet sich auch aufgrund der Gebote der zu wahrenden Diskretion.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Hinter der roten Linie“ im Kino in Berlin

Hinter der roten Linie, Deutschland 2008; Regie: ­Stephan Liskowsky, Dinah Münchow; 73 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 3. Februar

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