Hupen bald olympisch?

Der Abpfiff eines Fußballspiels markiert normalerweise ja das Ende eines sportlichen Geschehens. Für unsere türkischen Nachbarn gestern (15.6. EM-Spiel Türkei – Tschechien) allerdings eher den Anfang eines solchen. Das Regelwerk des Sportspektakels könnte folgendermaßen beschrieben werden: Mit Fahne und gleich gesinnten Freunden im Schlepptau rein in die Autos und ja nicht mehr, nicht für einen kleinen Moment die Hand von der Hupe nehmen! In regelmäßigen Abständen muss einer der Mitfahrenden sämtliche mit Fahnen bestückbare Körperteile aus Seiten- oder Dachfenstern hängen und lautstark „Türkiye“ brüllen. Ganz wichtig! Alle die keine Autos oder Führerscheine besitzen tun selbiges am Straßenrand und bewerten die Performances der Autofahrer mit möglichst lauten Gegenrufen. Ziel des Spieles ist es, zusammen einen einzigen endlosen Hup- und Türkiye-Ton zu erzeugen, der auch dem wirklich letzten Nachbarn klarmacht, das Schlafen was für nach der EM ist. Gewonnen haben immer alle, Türken wie Nicht-Türken, denn Ruhen können wir ja noch, wenn wir tot sind.

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