Kino & Film in Berlin

Im Kino: „Reuber“

Axel Ranischs No-Budget-Film ist ein fröhlich-anarchisches Kinomärchens.

Reuber

Unter Berlins jungen Kinomachern zählt Axel Ranisch zu den vielseitigsten: Nach seiner herrlichen No-Budget-Komödie „Dicke Mädchen“ folgte die etwas weniger skurrile Coming-of-Age-Geschichte „Ich fühl mich Disco“. Gleichzeitig entstand ein Kinderfilm, realisiert mit dem bewährten Stammensemble. Der kleine, wieder erfreulich raue Film erzählt von dem Schuljungen Robby, der sich in Märchenfantasien flüchtet: Just an seinem Geburtstag kommen sich die getrennten Eltern ins Gehege, Trost bringt ihm die rituelle Gute-Nacht-Geschichte des Vaters über einen Zauberer und einen Räuber. Diese treiben im Wald jene Sorte Schabernack, wie sich das für zwei Kinderschreck-Figuren gehört. Ranisch erzählt das mit intakter kindlicher Fantasie und warmem Blick auf zerbrechliche Familienbande. Ähnlich wie Spike Jonze mit seiner Adaption von „Wo die wilden Kerle wohnen“ bewegt der Berliner sich dabei fröhlich-anarchisch am Popcornkino vorbei.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Missing Films

Orte und Zeiten: „Reuber“ im Kino in Berlin

Reuber, Deutschland 2013; Regie: Axel Ranisch; Darsteller: Tadeus Ranisch (Robby), Heiko Pinkowski (Rüdiger Reuber), Peter Trabner (Zauberer Stefan); 72 Minuten

Kinostart: Do, 14. Mai 2015

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