Kino & Film in Berlin

Im Kino: „Sparkle“

Ausreizende Gesangskarrieren in Detroit: Drei Schwestern versuchen sich in dem Film von Salim Akil am Soul.

Sparkle

Mit siebzehn siegte Jordin Sparks im „American Idol“-Gesangswettbewerb, ihre erste CD wurde mit Platin veredelt. Als Hauptdarstellerin im weichgespülten Remake von „Sparkle“ ist ihr von tragischen Rückschlägen behinderter Aufstieg zum Star beschwerlicher. Der Originalfilm von 1976 mit Irene Cara in der Titelrolle war ein vergleichsweise raues Gettodrama aus Harlem in den 1950er-Jahren. Die neue Version spielt eine Dekade später in Detroit, wo Motown-Soul angesagt ist und Sparkle und ihre zwei Schwestern aus dem Mittelstand kommend eine Karriere als Gesangstrio а la Supremes anstreben.
Die Bühnenshow der „Sisters“ mit der aufreizend gestylten Carmen Ejogo als Frontfrau ist sexy, die Charakterisierung der Figuren jedoch klischeehaft. Die abgedroschene „A Star Is Born“-Story mit Liebesleid, Drogenproblemen und melodramatisch versöhnlichem Ende bietet kaum Überraschungen. Souverän ist hingegen die Darstellung der gestrengen Mutter der Schwestern, einer christlichen Fundamentalistin, durch die kürzlich verstorbene Whitney Houston, die hier ihre letzte Leinwandvorstellung gibt und auch als Produzentin fungiert.

Text: Ralph Umard

Foto: 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Sparkle“ im Kino in Berlin

Sparkle, USA 2012; Regie: Salim Akil; Darsteller: Jordin Sparks (Sparkle Williams), Whitney Houston (Emma), Derek Luke (Stix); 116 Minuten; FSK 12

Kinostart: 11. Oktober

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