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Im Kino: „Veronika beschließt zu sterben“

Veronika beschließt zu sterben

Rätsel Psyche. Veronika hat alles, nur kann sie es nicht genießen. Weder den tollen Job noch ihre hübsche Wohnung, schon gar nicht das Leben und sich selbst. Also versucht die junge Frau zu sterben. Das misslingt, und sie erwacht in einer Klinik. Ihr Arzt verspricht keine Genesung, sondern baldiges Herzversagen als Folge des Suizid-Versuchs. Eine paradoxe Situation, die Paulo Coelho in seinem Bestseller „Veronika beschließt zu sterben“ beschrieb. Nun hat Emily Young den leichten Stoff zur gleichnamigen Schmonzette aufgehübscht, den Handlungsort von Slowenien nach New York verlegt und Veronika mit „Vampir-Buffy“-Darstellerin Sarah Michelle Gellar besetzt. So flach ihre Rolle auch geraten ist, ihre letzten Wochen werden garantiert rührselig.
Mehr Spannung verspräche der Klinikalltag, denn zu den verrückten Patienten gesellt sich ein entrücktes Ärzte- und Pflegepersonal mit eigenem Blick auf Psychiatrie und Gesellschaft. Leider fungiert es nur als Stichwortgeber, um eine Liebesgeschichte anzufüttern, zu der es unter den früheren Umständen nie gekommen wäre. Denn Veronika verliebt sich in ihrem „Ich-entdecke-mein-kurzes-Leben-neu-Taumel“ in den schönen, autistisch anmutenden Edward. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann… ja was wohl?

Text: Cristina Moles Kaupp

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Veronika beschließt zu sterben“ im Kino in Berlin

Veronika beschließt zu sterben (Veronica Decides to Die), USA 2009; Regie: Emily Young; Darsteller: Jonathan Tucker (Edward), Sarah Michelle Gellar (Veronika), David Thewlis (Dr. Blake); 103 Minuten

Kinostart: 30. September

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