So war das tip Weinmahleins präsentiert von Mastercard Priceless Berlin

Im la Banca

Dieses Restaurant war mal eine Bank. Heute ist es wieder eine – umgangssprachlich gesprochen. Ein Ort, an dem kulinarisch Begeisterndes formvollendet, aber niemals dekadent oder selbstverliebt, vorgetragen wird. La Banca heißt dieser Ort, weil, wie gesagt, das in den 1880er-Jahren erbaute Gebäude am Bebelplatz, flankiert von Staatsoper und Hedwigskathedrale, einmal die Haupstadtdependance der Dresdener Bank war. Später war auch mal die Staatsbank der DDR hier einquartiert. Seit 2006 ist es das Hotel de Rome, von dem nicht wenige sagen, es sei das schönste und exklusivste in Berlin.

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Austern und Artischocken. Schon mit diesen hat Jörg Behrend, als Küchenchef ebendort fast so lange wie das Hotel de Rome selbst, genau das erzählt. Im vor drei Jahren als qualitativ herausragender Hauptstadtitaliener neu aufgesetzten La Banca haben die klassischen Edelprodukte sehr wohl ihren Auftritt, immer aber als handwerklich und aromatisch komplexe Erzählung. In diesem Falle: ein Universum in einer Austernschale. Im zweiten Gang war es eine raucharomatische Kalbszunge zur Garnelle, die Hauptrolle aber spielte eine pfirsischfruchtiger, nie kitschig-süßer Sud. Und später sogar: Entenstopfleber – als Aromenbooster zu den unglaublich zarten Bäckchen vom Ibericoschwein. Ein Menü war das, das durchaus herzhaft-umami sein wollte, das um die Grundpfeiler der italienischen Küche – das Meer, die Pasta, der Obstgarten – wusste und das all das handwerklich wie feinsinnig anzurichten verstand. Hauptdarsteller hinter diesen Hauptdarstellern: der Weinmahleins-Partner Havelland Express, aus dessen regionalen wie internationalen Speisekammern an diesem Abend die Kalbszunge, die Schweinebäckchen, die Austen aber auch die feinen Postelein vom Keltenhof kamen. Und zum Dessert: Eine von Pfefferbaiser umhüllte Champagnereispraline. Noch so ein Teller, der die klassische Nobelküche lustvoll zum Spiel eingeladen hat.

Apropos: Eingeladen zum Weinmahleins präsentiert von Mastercard Priceless Berlin hatten Jörg Behrens und Sommelier Emiliano Mei ein Weingut aus der Nordpfalz. Und zwar eines, das so jung wie ausgezeichnet ist: das Weingut Rings aus Freinsheim ein wenig abseits der Weinstraße. Erst Anfang dieses Jahrtausends hatte eine neue Generation aus dem elterlichen Obst- und Weinbaubetrieb ein Weingut mit eigener Handschrift und klarer Philosophie gemacht. Radikal handwerklich geht es zu, in den Weinbergen wie im Keller. Spontanvergoren, entschieden trocken, aber vollmundig zugänglich sind die Weine von Steffen und Andreas Rings, Rieslinge und Spätburgunder vor allem. Vor zwei Jahren wurde das Gut in den Kreis der VdP-Prädikatsweingüter erhoben, der unkorrumpierbare Titel in der deutschsprachigen Weinwelt. Im La Banca präsentierte Simone Rings, ausgebildete Sommeliere und Schwester der Winzer, die Weine auf eine sympathisch handfeste Art, scheinbar immer mit einem Bein noch in den Reben stehend. Unsere Favoriten: Der 2014er Spätburgunder, komplex, in keinem Moment zu breit und auf Augenhöhe mit dem Burgund. Und der einzige Schaumwein des Familienbetriebs, ein Blanc de Noir Brut: tolle Hefe, viel Kraft, ein hintergründiger Spaß.

Spaß war den auch das Wort, mit dem Jörg Behrends diesen Abend rahmen wollte. Auch die beste Küche sei schließlich nichts ohne die Atmosphäre, in der sie zum Tragen kommt. Mehr Spaß hatte dann noch ein glücklicher Weinmahleins-Gast. Er gewann eine Wochenendreise mit der neuen S-Klasse und Hotelübernachtung, wie immer zur Verfügung gestellt von Weinmahleins-Partner Mercedes-Benz Berlin.

Text & Fotos: Clemens Niedenthal

Die nächste Veranstaltung findet am 11. Oktober im Chateau9 statt – Special Guest: „The Taste“-Gewinner Kristof Mulack

 

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